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26. Februar 2012

JAIPUR (13.02. - 15.02.2012)

Los geht's! Der erste Reisebericht von der ersten Etappe von unserer 2-wöchigen Rundreise durch Indien. Nach und nach werden auch die anderen Städte folgen...


1. Tag

Unsere erste Etappe auf unserer 2 woechigen Rundreise. Wir sitzen grad im Zug nach Agra, sodass wir ein wenig Zeit haben.

Um nach Jaipur zu kommen, was im Norden von Indien im goldenen Dreieck liegt, sind wir mit dem Flugzeug geflogen. Irgendwie scheint alles ein Abenteuer zu sein. Vom steilen Start, ueber Luftloecher-Hopping bishin zur steilen Landung. Wir sind dann aber doch recht gut gegen Mittag in Jaipur gelandet. Mit dem Prepaid-Taxi gings dann in die Stadt zum Hotel Atithi.

Um nicht viel Zeit zu verlieren sind wir gleich los um ins ein paar Sehenswuerdigkeiten anzuschauen. Eigentlich haben wir nicht viel erwartet von der Stadt, waren aber im Endeffekt umso mehr ueberraschter, wie schoen Jaipur doch eigentlich sein kann.
  
indische Bauweise... Bambusstäbe als Stützgerüst


 Da auf der Karte natuerlich immer alles sehr klein aussieht und gar nicht soweit weg hatten wir beschlossen zu Fuss in die von einer roten Mauer (rosarot - deswegen auch Pink City genannt) umgebenden Stadt zu laufen. Auf dem Weg lernten wir ein franzoesisches Paerchen kennen - Melanie und Jonathan. Da es Jonathan dann aber irgendwie nicht so gut ging, sind die beiden zurueck zum Hotel. Die Strecke erwies sich dann natuerlich als nicht so kurz wie gedacht... Insgesamt waren wir mindestens eine Stunde unterwegs. Und da man selbst mit Stadtplaenen in Indien ueberhaupt nicht weiterkommt (selbst die Polizisten nicht...) war es auch gar nicht so einfach das richtige Eingangstor zu finden, wobei es letztendlich unuebersehbar war - aber das wussten wir ja vorher nicht.

Unterwegs hielten wir dann aber mal an einem Strassenstand, dem Lassiwalla, an. Und ja, eigentlich soll man nichts von Strassenstaenden kaufen, aber dort sollte es eben den besten Lassi geben. Und er war auch wirklich super lecker und wir haben tatsaechlich auch keinen Durchfall davon bekommen... ;-)

Kon traut sich als Erster...

Die Strassen in der Altstadt sind gesaeumt von den verschiedensten Basaren. Von Gewuerzen, ueber Tee bishin zu Eisenwaren und Farben.


Natuerlich trifft man auch wieder auf nervige Inder, die einem nervige Geheimtipps geben, wobei wir dem einen dann doch gefolgt sind und letztendlich einen wirlich schoenen Ueberblick ueber die Stadt hatten. Der Inder dem dieser kleine Hof gehoerte war wirklich sehr nett und hat uns einiges zur Stadt und den Gebaeuden erklaert. Natuerlich mussten wir dann noch mit in seine kleine Galerie, wo wir dann seine "selbstgeschnitze" Holzkunst bestaunen durften. Es war natuerlich klar, dass in allen anderen Geschaeften auch genau diese Holzkloetze rumlagen.

der eigentlich ganz nette Inder

im Innenhof der Galerie


Weiter ging es dann zum Grossstadtpalast, dessen Eingang wir aber nicht wirklich gefunden haben bzw. haben wir ein Haupttor gefunden, durch welches aber nur koenigliche Mitglieder durften - wir also nicht. Wenige Meter weiter haben wir dann aber den Eingang zum Palast der Winde Hawa Mahal gefunden. Dieser fuenfstoeckige aus rosa Sandstein bestehende Bau liess der Maharadscha Sawaj Pratap Singh errichten, um seinen Hofdamen einen Blick durch 900 kleine und reichlich verzierte Fenster ueber die Stadt zu ermoeglichen, da diese ansonsten sehr abgeschottet gelebt haben.






Frontansicht Hawa Mahal

Da es dann doch schon recht spaet war und wir die Eingaenge zu den restlichen Sehenswuerdigkeiten nicht gefunden haben sind wir noch ein bisschen ueber die Basare geschlendert und haben uns dann eine Riksha genommen, um lecker Essen zu gehen. Mittels ich-mach-die-Augen-zu-und-tip-einfach-blind-auf-die-Karte-Prinzip (da wir uns fuer kein Restaurant entscheiden konnten) fiel unsere Wahl aufs Copper Chimney. Es gab Chicken Tandoori mit Naan (auf dem Bild links oben), Mutton Tika Roll (unten) und Lamm-Bambus-Zeugs (rechts neben dem Reis). Alles war unglaublich lecker gewesen und im Endeffekt bezahlt man dafuer immer nur wenige Euros.


Fenchelsamen, Zucker etc. für die Verdauung - wird fast immer nach dem Essen gereicht.
Abends sassen wir dann noch gemeinsam mit Melanie und Jonathan auf der Dachterrasse vom Hotel und haben den Abend ausklingen lassen. Die Nacht war dann irgendwie nicht so angenehm, weil es dann doch recht kuehl war und teilweise doch wieder sehr laut. Der Laerm und das Gehube wird auch auf jedenfall das sein, was ich nicht an Indien vermissen werde...

2. Tag

Endlich mal ausschlafen, v.a. nachdem wir in den letzten Naechten nur wenig Schlaf hatten. Nach einem kurzen Fruehstueck im Hotel ging es gemeinsam mit Melanie und Jonathan nach Amber Fort, welches ca. 11km ausserhalb von Jaipur liegt. Dafuer hatten wir uns ein groesseres Taxi gemietet, weil die typischen Taxis doch recht klein sind (teilweise hat man sogar Schwierigkeiten das Gepaeck unterzubringen).



die ganze Truppe

 In Amber Fort angekommen waren wir dann erstmal von der Groesse des Forts ueberwaeltigt. Den Aufstieg zur Residenz des Herrschers von Jaipur konnte man wahlweise mit einem Jeep, einem Elefanten oder halt zu Fuss bewaeltigen. Wir sind natuerlich zu Fuss gelaufen, die Amis haben natuerlich die armen Elefanten gequaelt... Vorbei an Affenbanden, Taubenscharren und Broedelverkaeufern ging es dann hoch auf den Berg. Das Wetter war richtig angenehm gewesen.





Im Haupthof angekommen, wurden wir von einem bunten Treiben begruesst. Wir dachten schon, dass das irgendwelche Sonderveranstaltungen fuer grosse Reisegruppen sind. Letztendlich haben wir aber festgestellt, das gerade ein Bollywoodfilm (allerdings ohne Shah Rukh Khan (und ja, ich hab den Namen gegoogelt)) gedreht wurde...



Das Fort war sehr weitlaeufig mit vielen kleinen Innenhoefen. Natuerlich fehlten auch nicht die kleinen putzigen Inder, die unbedingt Fotos mit uns machen wollten (wir fotografieren schon immer fleißig mit - irgendwann gibts vielleicht mal einen Extrapost dazu).


Da Melanie und Jonathan Nachmittags wieder abreisen mussten und unser Taxifahrer auch absolut sturr war sind wir dann wieder zurueck nach Jaipur gefahren. Nach minutenlangem Bequatschen konnten wir dann doch noch den Taxifahrer dazu ueberreden, einen kurzen Halt am Jal Mahal Palast (Wasserpalast) zu machen. Die Aussicht war wirklich wunderschoen, auch wenn wieder viele Bettlerkinder am nerven waren.



Wieder im Hotel angekommen haben wir uns von den beiden Franzosen verabschiedet, die schon einen Tag vor uns nach Agra weitergefahren sind.

Weil wir aber noch fast den ganzen Nachmittag hatten, haben wir uns dazu entschieden nochmal den Grossstadtpalast aufzusuchen. Diesmal haben wir direkt den Rikshafahrer damit beauftragt uns direkt da hinzufahren, da konnten wir uns ja nicht mehr verlaufen... Vom Grossstadtpalast an sich kann man sich nur die Innenhoefe und ein Museum (mit der Kleidung des doch etwas dick gewesenen Sawai Madho Singh I, der 2m gross, 1,20m breit und 250kg schwer war) anschauen, es sei denn man zahlt fuer indische Verhaeltnisse viel Geld.


auch Viki blieb nicht von den putzigen Wachmännern verschont -
hat der sich doch einfach mit aufs Bild gedrängelt (und wollte dann auch noch dafür Geld haben) ...

Da 17 Uhr meistens alle Museen zu machen, sind wir noch schnell zum Jantar Mantar (Observatorium von 1728) nach nebenan gerannt, wo wir uns in einer knappen halben Stunde schnell alle astronomischen Geraete erklaeren lassen haben.

Blick über Jantar Mantar, hinten die riesen Sonnenuhr

damit konnte man das Horoskop ermitteln (Aszendenten etc.)

ich an meinem Sternzeichen...
die riesen Sonnenuhr, an der man auf 2 Sekunden genau die Zeit ablesen konnte

Gegessen haben wir abends im Hotel Dal Fried, Paneer Butter Masala und Blumenkohl indischer Art - wieder alles sehr lecker!

Am naechsten Morgen sollte es dann nach Agra gehen...











1 Kommentar:

  1. Die Gebäude sind schon echt beeindruckend. Vorallem Amber Fort und der Jal Mahal Palast.

    Und das Essen, mjam ;)

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