MENÜ

STARTSEITEKONTAKTIMPRESSUM

17. Oktober 2013

[16.10.2013] Angkor Wat - Tag 3 - Roluos-Gruppe

Die Roluos-Gruppe, welche aus drei Tempelanlagen besteht und nach dem nächstgelegenen Örtchen benannt ist, war die frühere Hauptstadt der Khmer bevor sie auf den Tempelberg Phnom Bakheng gezogen sind. Die drei Tempel Bakong, Preah Ko und Lolei liegen ca. 13km außerhalb von Siem Reap.

BAKONG
Der 15m hohe, gut erhaltene Tempelberg besitzt 8 Prasats (Türme), welche aus Ziegeln gefertigt wurden. Die Fertigstellung hat sich aufgrund von zahlreichen Erweiterungen und Umbaumaßnahmen bis in 12. Jahrhundert gezogen.




riesen Heuschrecke!

Und mit einmal war er weg...

PREAH KO
Dieser Tempel gehört zu einen der ältesten Tempeln des Angkor-Areals, bestehend aus 6 gut erhaltenen Türmen. Das Grundmuster diente als Vorbild für viele nachfolgende Tempelbauten. Den Namen (Ko = Bulle) hat der Tempel von steinernen Bullen,  welche im Eingangsbereich sitzen.




LOLEI
Die kleinste der drei Tempelanlangen liegt nördlich von den beiden anderen. Auch diese ist, wie die anderen, umgeben von einem kleineren Dorf. Im Tempelareal befinden sich mehrere Schulen, die teilweise kostenlosen Unterricht für Kinder von armen Familien anbieten. Der kleinste der Tempel befindet sich in einem ehemaligen Wasserreservoir, welches heute ausgetrocknet ist.



Die Anlage besteht aus 4 aus Ziegeln bestehenden Türmen.Auf unseren Rundweg durch die Anlage quatschte uns plötzlich ein buddhistischer Mönch an. Er fragte uns, woher wir kommen und was wir hier so machen. Das Übliche halt... Und dann erzählte er uns ein wenig über ihre Schulen und das man diese auch gerne besichtigen kann. Vom Klassenlehrer haben wir dann auch noch direkt angeboten bekommen, sich mit den Kindern ein wenig zu unterhalten (die Kiddies hatten gerade Englisch). War ganz putzig...

Da hab ich den Kiddies mal eben den Citratcyclus beigebracht ;)
Den Rest des Tages haben wir noch ein bisschen gegammelt, nochmal ein paar Läden abgeklappert und waren dann nochmal khmerisch essen. Morgen gehts dann mit dem Bus zurück nach Phnom Phen.

16. Oktober 2013

[15.10.2013] Angkor Wat - Tag 2

4.30 Uhr Weckerklingeln - und das alles fuer einen Sonnenaufgang ueber Angkor Wat! Diesmal ging es mit dem Tuk Tuk zu den Tempeln. Von gestern tut uns noch der Hintern weh... Wenn man sich ein kambodschanisches Fahrrad ausleiht sollte man halt nicht mit den weichesten Saetteln rechnen...
Puenktlich stehen wir dann also vor dem Seerosenteich westlich des Angkor Wat Tempels. Und wir sind nicht alleine... Eine riesen Schar an Touristen draengelt sich mit rum. Gerne wird auch vorgedraengelt ("Ease man, everyone's got the right to stand here and take pictures..."). Unseren Platz haben wir uns aber wieder hart zurueckerkaempft, because everyone got the right... 
Da es allerdings eher diesig war, war nicht viel mit wunderschoenen romantischen Sonnenaufgang. Es war dann halt irgendwann einfach hell... Ab und zu blitzte ein bisschen Sonnenrot durch eine Wolke hindurch. Am meisten haben aber die Fotoapparate der Toursiten geblitzt. Schade. Aber einen Versuch war es wert. 




Danach ging es weiter mit unserem freundlich-schuechternen Tuk Tuk-Fahrer Kimmy auf den Grand Circuit.
Angefangen haben wir bei der Elefantenterrasse und der Terrasse des Leprakoenigs, da wir dies gestern nicht mehr geschafft hatten. Die Elefantenterrasse diente dem Koenig als Tribuene fuer Prozessionen, Zeremonien etc. Die wahre Funktion der Terrasse des Leprakoenigs ist bisher unklar.


Elefantenterasse

PREAH KHAN

In der Klosterruine sollen zur Bluetezeit bis zu 1000 Moenche plus Beamte und Versorger gelebt haben. Kaum vorstellbar...
Am Eingang trifft man auf Naga, der mythischen Schlange. Zu je einer Seite wird sie von Daemonen und Goettern gehalten. Die Anlage an sich soll vom Baustil her dem Ta Prohm-Tempel sehr aehnlich sein. Nach dem Verlassen der Moenche wurden die Gebaeude weitgehend vom Dschungel verschluckt, sodass man auch heute noch Wuergefeigen, welche sich in das Gestein gefressen haben, findet.

Naga






Im Wandrelief Devatas, weibliche Gottheiten.
(Und ein Kambodschaner, der davon traeumt, auch eine zu sein)
Tempel der tausend Tueren


NEAK PEAN
Dieser kleiner Tempel soll gerade zur Regenzeit wunderschoen sein - na das passt ja!
Da der Tempel urspruenglich nur per Boot zu erreichen war, da er sich auf einer Insel in einem riesen Wasserbecken (Baray) befand, mussten sich die Franzosen anders behelfen und haben eine Dammstrasse zum Tempel erbaut. Heute laeuft man ueber einen Steg.



Der Tempel selber befindet sich innerhalb eines Hauptwasserbeckens, welcher nochmal von 4 kleineren Becken umgeben wird. Waehrend unserem Besuch waren alle Becken mit Wasser gefuellt, sodass man gar nicht naeher an den Tempel herangekommen ist.

links vom Tempel kann man ein steinernes Pferd
 im Wasser erkennen, welches auf die Insel zuschwimmt

TA SOM
Ta Som war (fuer uns) eher unspektakulaer. Einzig der alte Banyanbaum am oestlichen Tour (Gopura) war sehr beeindruckend!



OESTLICHER MEBON
Urspruenglich stand auch dieser Tempel auf einer Insel in einem riesigen Baray (deswegen befindet sich auf jeder Ebene des Tempels auch heute noch ein Bootsteg). Der See ist aber mittlerweile ausgetrocknet bzw. wird von Bauern zum Reisanbau genutzt.
Dieser Tempelberg symbolisiert den Goetterberg Meru und wurde aus allen Baumaterialien, die den Khmer zur Verfuegung standen, gebaut: Sandstein, Laterit, Ziegel und Gips.




BANTEAY SREI
Dieser ca. 40 km ausserhalb liegende Tempel erkundeten wir auf einer eingeschobenen Extratour. Der "Tempel der Frauen" besteht aus rotem Sandstein und ist mit kunstvollen Reliefs versehen. Der Ausflug hat sich definitv gelohnt, da die grasueberwachsenen Tempel wunderschoen anzusehen waren.






PRE RUP
Tempelberg im Stil des oestlichen Mebons. Er war der zweite errichtete Tempel, den die Khmer nach dem Umzug der Hauptstadt von Roluos nach Angkor gebaut haben.




[14.10.2013] Angkor Wat - Tag 1

Heute stand der Auftakt zu einem drei Tage waehrenden hardcore-Kulturprogramm auf dem Plan: 
Die Tempelruinen von Angkor. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Bauten der Khmer, die alle zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert errichtet wurden. Da Steine allein fuer die Goetter gedacht waren, haben allein die Tempelbauten die jahrhundertelange Vergessenheit, die Ueberwucherung durch den Dschungel und dann auch noch die Entdeckung durch die Franzosen ueberdauert. Aber selbst diese Anlagen allein sind von gigantischem Ausmass. Nicht auszudenken, was hier frueher fuer Siedlungen gestanden haben muessen... Dabei sind Hauptstaedte immer wieder verlassen und neu gegruendet worden, entweder ausgeloest durch Kriege, Wassermangel oder Egoprobleme.

Es gibt ein-, drei- und siebentages Tickets zu kaufen. Wir haben uns fuer das dreitages Programm fuer 40$ entschieden. Das reicht ganz gut aus, um die wesentlichen Tempel zu besuchen. Am ersten Tag haben wir uns den Petit Circle vorgenommen, dieser umfasst die zentralen Haupttempel. Schlau wie der deutsche Stundent ist, haben wir die Tour entgegen aller Reisefuehrer gegen den Uhrzeigersinn abgearbeitet. So reist man zwar gegen den Touristenstrom, aber vermeidet bei den ersten und letzten Tempel die grossen Menschenmassen. So zumindest die Theorie. Praktisch und praktischerweise ist hier Ende Oktober zum Glueck gar nicht sooo viel los. Man hat zwar immer andere Touristen um sich, gerade Angkor Wat ist immer voll, aber alles in allem war es ertraeglich.

Wo die Schlauheit des deutschen Studenten dann allerdings aufhoert ist, wenn er sich vornimmt, die "kleine" Runde mit dem Fahrrad bewaeltigen zu wollen. Bei 34 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit ein zweifelhaftes Vergnuegen. Gerade, wenn sich die "kleine" Runde als ueber 30km entpuppen.

Da mein begrenzter Worschatz gar nicht so viele Superlative umfasst, wie noetig waeren, um alles gesehene zu beschreiben, gibt es vorwiegend ein paar kommentierte Bilder.

ANGKOR WAT
Erste Station war direkt Angkor Wat, vermutlich die bekannteste Sehenswuerdigkeit in Angkor. Das Areal umfasst 1500m x 1300m und ist von einem fast 200m breiten Graben umgeben, der den Urozean symbolisiert. Darauf folgt eine Mauer, die die Gebirgskette um den heiligen Berg der Hindus, Meru, darstellt. Meru selber ist dann der Tempelberg im Zentrum. Dieser Aufbau ist bei ganz vielen Anlagen wieder zu finden. Die Anlagen selber sind dabei ueber die Jahrhunderte hinweg immer wieder von hinduistischen zu buddhistischen Templen und zurueck umfunktioniert worden, je nach Gusto des aktuellen Paschas.
Merkwuerdig war, dass man auf der notwendigen Viertelumrundung von Angkor Wat, um zum Westtor zu kommen, nichts von Angkor Wat selber ueber die Baeume ragen gesehen hat.

Ueberquerung des Urozeans
Erster Begruessungstempel...
...durch dessen Tuer auf der anderen Seite man
einen ersten Blick auf Angkor Wat werfen konnte
Ansicht von der anderen Seite (also vorne)
Angkor Wat selber ist also gar nicht mal so hoch (Stephie war direkt ein bisschen enttaeuscht), der Hauptturm ist gerade mal so hoch wie Notre Dame, und das haben ja sogar die Franzosen hingekriegt! Das unfassbare Ausmass der Anlagen ist da schon beeindruckender.

Uuuuuh! Ahhhhh! Boooaaaaah!
Stephie hat noch unsere Urlaubskasse aufgebessert.
Einmal putziges Kind mit grosser, weisser Frau knipsen lassen: 2$

Hauptchaussee vom Haupteingang zum Tempelberg
Die Galerien sind endlos und mit riesigen Flachreliefs verziehrt

Am Ende der Regenzeit waren viele Wege keine mehr
PRASAT KRAVAN
Weiter gings zum naechsten Tempel, der aber im Anschluss an Angkor Wat eher unspektakulaer war.


Kindergarten: Damit die Kleinen der Bespassung in der erweiterten
Lern- und  Entwicklungsphase nicht entkommen koennen,
einfach mal mit Stacheldraht und Kakteen eingefasst.
Hier scheint das Spielen noch Spass zu machen...

BANTEAY KDEI
Der kleine Bruder vom Tomb Raider Tempel (kommt dann als naechstes)




Nix "Walk Like an Egyptian" (Relief rechts neben Stephie)
Vormals koenigliches Schwimmbecken gegenueber vom Tempel
TA PROHM
Aus dem Tomb Raider Film von 2001 bekannt, wird der hier inzwischen auch schon inoffiziell so genannt. Hier sind die Touristen, vorwiegend asischer Abstammung, busladungsweise abgeladen worden.

Die Steine des Eingangstores sind fuer eine Restaurierung
wohl schon durchnummeriert worden
Im Tempel sind viele der Wuergefeigen stehen gelassen worden, so wie man alles vorgefunden hat. Die Baueme fangen auf den Mauern und eigentlich ueberall an zu treiben und die Wurzeln wachsen dann bis runter auf den Boden und durch die Waende durch.




Gartenarbeit. Ueberall wird aber staendig Laub gefegt und
mit der Machete der Rasen von 5cm auf  3cm getrimmt



Schlangestehen fuers Andenkenbild
Sagenumwobener Baum aus dem Film
Konrad mal ganz klein. Kommt in Asien auch nicht so oft vor

TA KEO
Wegen Restauration leider nicht zugaenglich


THOMMANON
Genutzt fuer einen kleinen Snack


Ananas am Stiel. Die lokale Ananas ist viel kleiner und deshalb weniger holzig

Dann ging es nach Angkor Thom, einer weiteren ehemaligen Haupstadt des Angkorreiches. Sie bildet ein Quadrat mit einer Seitenlaenge von 4000m. Drin sind dann viele weitere Sehenswuerdigkeiten.

Victory-Gate in die Stadt. Da wurmt es doppelt, dass Stephie vor mir eingefahren ist...
BAYON
Der Bayon sieht von Aussen recht unspetakulaer aus. Einmal auf der obersten Ebene ist das bizarre Gewirr aus 54 Tuermen aber absolut faszinierend. Die Tuerme werden alle durch 4 grosse Gesichter gepraegt und man wird somit staendig aus jeder Richtung angegrinst.




PHNOM BAKHENG
Um 17:00 haben wir noch einmal unsere letzten Kraftreserven mobilisiert und sind zum einzig natuerlichen Berg des gesamten Areals geradelt, um dem Sonnenuntergang auf dem Phnom Bakheng anzusehen. So wie alle anderen eigentlich auch. Es werden aber nur 300 Touristen hoch gelassen. Frauen mit nicht-bedeckten Schultern und Knien werden auch trotz lautstarkem Protest konsequent ausgesiebt (sehr unterhaltsam).
Einen Sonnenuntergang gabs leider nicht wirklich, weil die Sonne schon viel zu frueh hinter Dunst, Wolken und Smog verschwunden ist. Das sah im Katalog ganz anders aus...

Unsere traute Zweisamkeit