Heute stand der Auftakt zu einem drei Tage waehrenden hardcore-Kulturprogramm auf dem Plan:
Die Tempelruinen von Angkor. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Bauten der Khmer, die alle zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert errichtet wurden. Da Steine allein fuer die Goetter gedacht waren, haben allein die Tempelbauten die jahrhundertelange Vergessenheit, die Ueberwucherung durch den Dschungel und dann auch noch die Entdeckung durch die Franzosen ueberdauert. Aber selbst diese Anlagen allein sind von gigantischem Ausmass. Nicht auszudenken, was hier frueher fuer Siedlungen gestanden haben muessen... Dabei sind Hauptstaedte immer wieder verlassen und neu gegruendet worden, entweder ausgeloest durch Kriege, Wassermangel oder Egoprobleme.
Es gibt ein-, drei- und siebentages Tickets zu kaufen. Wir haben uns fuer das dreitages Programm fuer 40$ entschieden. Das reicht ganz gut aus, um die wesentlichen Tempel zu besuchen. Am ersten Tag haben wir uns den Petit Circle vorgenommen, dieser umfasst die zentralen Haupttempel. Schlau wie der deutsche Stundent ist, haben wir die Tour entgegen aller Reisefuehrer gegen den Uhrzeigersinn abgearbeitet. So reist man zwar gegen den Touristenstrom, aber vermeidet bei den ersten und letzten Tempel die grossen Menschenmassen. So zumindest die Theorie. Praktisch und praktischerweise ist hier Ende Oktober zum Glueck gar nicht sooo viel los. Man hat zwar immer andere Touristen um sich, gerade Angkor Wat ist immer voll, aber alles in allem war es ertraeglich.
Wo die Schlauheit des deutschen Studenten dann allerdings aufhoert ist, wenn er sich vornimmt, die "kleine" Runde mit dem Fahrrad bewaeltigen zu wollen. Bei 34 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit ein zweifelhaftes Vergnuegen. Gerade, wenn sich die "kleine" Runde als ueber 30km entpuppen.
Da mein begrenzter Worschatz gar nicht so viele Superlative umfasst, wie noetig waeren, um alles gesehene zu beschreiben, gibt es vorwiegend ein paar kommentierte Bilder.
ANGKOR WAT
Erste Station war direkt Angkor Wat, vermutlich die bekannteste Sehenswuerdigkeit in Angkor. Das Areal umfasst 1500m x 1300m und ist von einem fast 200m breiten Graben umgeben, der den Urozean symbolisiert. Darauf folgt eine Mauer, die die Gebirgskette um den heiligen Berg der Hindus, Meru, darstellt. Meru selber ist dann der Tempelberg im Zentrum. Dieser Aufbau ist bei ganz vielen Anlagen wieder zu finden. Die Anlagen selber sind dabei ueber die Jahrhunderte hinweg immer wieder von hinduistischen zu buddhistischen Templen und zurueck umfunktioniert worden, je nach Gusto des aktuellen Paschas.
Merkwuerdig war, dass man auf der notwendigen Viertelumrundung von Angkor Wat, um zum Westtor zu kommen, nichts von Angkor Wat selber ueber die Baeume ragen gesehen hat.
![]() |
| Ueberquerung des Urozeans |
![]() |
| Erster Begruessungstempel... |
![]() |
| ...durch dessen Tuer auf der anderen Seite man einen ersten Blick auf Angkor Wat werfen konnte |
![]() |
| Ansicht von der anderen Seite (also vorne) |
![]() |
| Uuuuuh! Ahhhhh! Boooaaaaah! |
![]() |
| Stephie hat noch unsere Urlaubskasse aufgebessert. Einmal putziges Kind mit grosser, weisser Frau knipsen lassen: 2$ |
![]() |
| Hauptchaussee vom Haupteingang zum Tempelberg |
![]() |
| Die Galerien sind endlos und mit riesigen Flachreliefs verziehrt |
![]() |
| Am Ende der Regenzeit waren viele Wege keine mehr |
Weiter gings zum naechsten Tempel, der aber im Anschluss an Angkor Wat eher unspektakulaer war.
BANTEAY KDEI
Der kleine Bruder vom Tomb Raider Tempel (kommt dann als naechstes)
![]() |
| Nix "Walk Like an Egyptian" (Relief rechts neben Stephie) |
![]() |
| Vormals koenigliches Schwimmbecken gegenueber vom Tempel |
Aus dem Tomb Raider Film von 2001 bekannt, wird der hier inzwischen auch schon inoffiziell so genannt. Hier sind die Touristen, vorwiegend asischer Abstammung, busladungsweise abgeladen worden.
![]() |
| Die Steine des Eingangstores sind fuer eine Restaurierung wohl schon durchnummeriert worden |
Im Tempel sind viele der Wuergefeigen stehen gelassen worden, so wie man alles vorgefunden hat. Die Baueme fangen auf den Mauern und eigentlich ueberall an zu treiben und die Wurzeln wachsen dann bis runter auf den Boden und durch die Waende durch.
![]() |
| Gartenarbeit. Ueberall wird aber staendig Laub gefegt und mit der Machete der Rasen von 5cm auf 3cm getrimmt |
![]() |
| Schlangestehen fuers Andenkenbild |
![]() |
| Sagenumwobener Baum aus dem Film |
![]() |
| Konrad mal ganz klein. Kommt in Asien auch nicht so oft vor |
TA KEO
Wegen Restauration leider nicht zugaenglich
THOMMANON
Genutzt fuer einen kleinen Snack
![]() |
| Ananas am Stiel. Die lokale Ananas ist viel kleiner und deshalb weniger holzig |
Dann ging es nach Angkor Thom, einer weiteren ehemaligen Haupstadt des Angkorreiches. Sie bildet ein Quadrat mit einer Seitenlaenge von 4000m. Drin sind dann viele weitere Sehenswuerdigkeiten.
![]() |
| Victory-Gate in die Stadt. Da wurmt es doppelt, dass Stephie vor mir eingefahren ist... |
Der Bayon sieht von Aussen recht unspetakulaer aus. Einmal auf der obersten Ebene ist das bizarre Gewirr aus 54 Tuermen aber absolut faszinierend. Die Tuerme werden alle durch 4 grosse Gesichter gepraegt und man wird somit staendig aus jeder Richtung angegrinst.
PHNOM BAKHENG
Um 17:00 haben wir noch einmal unsere letzten Kraftreserven mobilisiert und sind zum einzig natuerlichen Berg des gesamten Areals geradelt, um dem Sonnenuntergang auf dem Phnom Bakheng anzusehen. So wie alle anderen eigentlich auch. Es werden aber nur 300 Touristen hoch gelassen. Frauen mit nicht-bedeckten Schultern und Knien werden auch trotz lautstarkem Protest konsequent ausgesiebt (sehr unterhaltsam).
Einen Sonnenuntergang gabs leider nicht wirklich, weil die Sonne schon viel zu frueh hinter Dunst, Wolken und Smog verschwunden ist. Das sah im Katalog ganz anders aus...
![]() |
| Unsere traute Zweisamkeit |







































Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen