Früh 8Uhr von den Fahrrad-TukTuk-Fahrern abgeholt (kostenloser Bringservice der Boot-Gesellschaft), nur um mal eben um die Ecke zum Hafen gefahren zu werden. Und dann wollten sie dafür auch noch Trinkgeld - Geldgeier!
Nachdem wir alle Touris abgeholt haben, ging die Fahrt mit dem Speedboot erst richtig los. Durch den körpereignen Ballast, den ein holländisches Paar mit an Bord gebracht hat, hatten wir während der gesamten Fahrt auf Backbord starke Schlagseite. Weil die beiden sich aber hintereinander gesetzt und konsequent geschlafen haben, wurden wir anderen von der Crew mehrfach aufgefordert, uns als Ausgleich auf die andere Seite zu begeben.
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| links: dick, rechts: der Rest... |
Theoretisch sollten wir dann in ca. 5 Stunden in Phnom Penh sein. Schon nach einer kurzen Weile waren wir am vietnamesischen Grenzposten angekommen. Die meisten von uns hatten Visa-on-Arrivals, wir waren eigentlich die Einzigen, die schon ein Visum hatten (was sich später als Vorteil herausstellen sollte). Als da alles geklärt war gings zum nächsten Posten, wo wir alle aussteigen mussten, um unsere Ausreisestempel zu bekommen.Ein paar Kilometer weiter mussten wir beim kambodschanischen Grenzposten wieder aussteigen, um eigentlich "nur" unsere Einreisestempel und die Anderen ihr Visum abzuholen. Aus dem "nur" wurde dann über eine Stunde, da es einige nicht gerafft hatten, dass man für ein Visa-on-Arrival natürlich ein Passfoto braucht und ein Pärchen, wo auch immer die beiden herkamen, hatte nicht gecheckt, dass sie laut den Visabestimmungen ihres Landes nur per Luft einreisen dürfen und nicht übers Wasser. Eigentlich weiß man sowas ja vorher... Nach etlichen Telefonaten mussten die zwei dann doch zurückbleiben und wieder nach HCMC reisen, um von dort aus nach Kambodscha zu fliegen.
Gegen 15 Uhr sind wir endlich in Phnom Penh angekommen. Die Bootstour war insgesamt schon sehr schön, weil Kambodscha landschaftlich wirklich sehr schön ist.
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| unterwegs viele kleine Tempel |
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| z.Z. Ueberschwemmung |


Allerdings sieht man auch viel Armut. Da zur Zeit auch Regenzeit ist, sind viele Ländereien überschwemmt. Prophylaktisch bauen viele Kambodschaner ihre Häuser auf Stelzen. Umso erstaunlicher ist es, wenn man Phnom Penh sieht. Es wirkt doch sehr modern. Zwar kann es von den Hochhäusern her nicht mit HCMC mithalten, allerdings sieht man auf den Straßen wieder viele Geländewagen (jedes 3. Auto scheint hier ein Lexus zu sein), es gibt auch hier viele iPhone-Besitzer (In Vietnam hat fast jeder Straßenverkäufer eins, da fragt man sich wirklich, wie die das machen. Günstiger als bei uns sind die nämlich nicht), viele teure Restaurants usw.Viel Zeit blieb uns für die Stadt leider nicht. Nachdem Konrad sich eine neue Simkarte fürs Handy geholt hat (was gar nicht sehr einfach war, weil die Erste nicht funktionieren wollte und der Ladenbesitzer aufs brechen heraus aber wollte, dass sie funktioniert, anstatt uns einfach ne Neue zu geben) sind wir zum Königspalast gelaufen. Die Tempel hier sind wirklich sehr schön (aber es gilt auch hier das Motto "haste einen gesehen, kennste alle"). Leider war er nicht mehr offen. So sind wir ein bisschen weitergelaufen, durch einen Park, wo alle wieder gemeinschaftlich Sport gemacht haben, versehentlich durch einen Mega-Spielplatz (falsches Tor gewählt ^^) und zur Silberpagode.

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| der Paradepavillon des Koenigspalastes |
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| der Spielplatz ^^ |
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| alle machen was anderes, als ihnen gezeigt wird... |
Abends waren wir noch beim Indonesier essen. Hier in Kambodscha gibt es endlich wieder motorisierte TukTuks, wobei das auch wieder ein Preis-Battle mit den Fahrern bedeutet. Aber wenn man fleißig das Motto "stand up and leave" einhält dann bekommt man die Fahrt auch für 2$ anstatt 5$. Ansonsten gibt es mehr oder weniger zwei parallele Bezahlsysteme: Dollarpreise überall da, wo Touristen hinkommen, in Restaurants aber oft trotzdem noch Speisekarten nur in Khmer mit günstigeren Riel-Preisen, die natürlich kein Mensch lesen kann. Und da es aber keine Münzen gibt, kostet quasi alles mindestens 1 $, nur manchmal gibt es Rückgeld in Riel. Dann werden 5ct schnell mal in Form von zwei Geldscheinen überreicht. Kombiniert mit dem eh allgemein hohen Preisniveau kann man hier ganz schön Asche lassen.
"links: dick, rechts: der Rest..."
AntwortenLöschenDas Foto wurde von der linken Seite geschossen. Hm.
Manno und ich dachte, das kriegt keiner mit. Aber wir sind nur schnell fürs foto nach links gehuscht, damit die das nicht so mitbekommen...
LöschenDurch "Zufall" und "aus Versehen" das falsche Tor gewählt. Ah ja...
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