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30. September 2013

[27.09.2013] Wir haben beschlossen Hue doof zu finden...

Mit dem Nachtzug hat alles super geklappt. Keine fliegenden Händler, nur abends und morgens gabs Hühnersuppe. Wir konnten sogar erstaunlich gut schlafen. Gegen neun sind wir mit einer Stunde Verspätung in Hue angekommen. Schon unterwegs hatte es immer mal wieder geregnet. Mit dem Taxi ging es dann zum Hotel. TukTuks gibts hier leider gar nicht. Nur Fahrrad-Rikschas oder Xe Om (hinten auf dem Motorrad mitfahren). Im Hotel hat man uns erst mal ein Zimmer-Upgrade angeboten, da unser eigentlich gebuchtes Zimmer kein Fenster hat und die anderen mit Fenster (natürlich) schon ausgebucht waren. Weil das andere Zimmer deutlich schöner war und letztendlich nur 3$ mehr kosten sollte, haben wir das dann genommen. Da wir noch kein Frühstück hatten, haben wir uns ein kleines Cafe in der Nähe rausgesucht. Also die Straße runtergelaufen und das Cafe gesucht. Nur irgendwie konnten wir es nicht recht finden. Also wieder zurück, um dann festzustellen, dass es gleich neben unserem Hotel war (auf den Reiseführer kann man sich auch nicht mehr verlassen... Tztz). 

Eingang zur Zitadelle
Mit vollem Magen konnte das Sightseeing also beginnen. Auf gings zur Zitadelle. Hue ist ja die historische Hauptstadt von Vietnam (bis 1945) und der Sitz der letzten Kaiser. Die Stadt selber liegt an dem sogenannten Parfümfluss. Der Fluss heißt so aufgrund bestimmter Bäume (den Namen konnten wir bisher noch nicht rausfinden), welche am Flussufer stehen bzw. deren Blüten ins Wasser fallen. Am nördlichen Ufer befindet sich die Zitadelle. Durch diverse Kriege und Zerfall besteht heutzutage nur noch ein kleiner Teil der ehemals riesigen Anlage. Gerade zu Zeiten des Vietnamkrieges und der erbitterte Kampf der Vietcongs gegen amerikanische Spezialeinheiten führten zu erheblicher Zerstörung der alten Stadt. Heute haben sich vor allem Wohnungen und Geschäfte in die ehemalige Kaiserstadt integriert.

Teich im Innenhof
 
Zu besichtigen ist heutzutage noch der zentrale Teil der Anlage, d.h. die purpurne verbotene Stadt, in der sich ausschließlich der Kaiser, seine Konkubinen, sowie seine Familie aufhielten, sowie Hallen für offizielle Zeremonien. Restaurationsarbeiten waren an jeder Ecke zugange, wobei das in Asien ja eher 5 Minuten arbeiten und dann wieder Nickerchen oder Pläuschen halten heißt...






da hatten wir noch gute Laune...




Noch vor unserer Zitadellen-Besichtigung viel uns auf, dass Konrads Kamera nicht mehr wirklich funktioniert. Auslöseknopf und Display funktionierten nicht mehr. Nach kurzem Rumwackeln und Rumwurschteln ging aber wieder alles gut. Als wir aber aus der Zitadelle wieder rausgekommen sind hat die Kamera völlig ihren Geist aufgegeben :(
Da es schon den ganzen Tag geregnet hat, wir total durchnässte Schuhe hatten, war die Stimmung also richtig im Keller. Unmotiviert sind wir noch durch die Stadt gedackelt, auf der Suche nach einem Cafe, wo wir den Regenschauer abwarten wollten. Unterwegs haben wir noch einen Canon-Store gefunden, wo uns der Werkstattmeister auch nicht wirklich verstanden hat und letztendlich auch keine Ahnung hatte, was er machen sollte. In einem anderen Laden hieß es dann nur, der Kamera-Body sei kaputt (das wussten wir ja auch schon) und wir sollen ihm die Kamera doch für umgerechnet 50 € zur Reparatur hinterlassen. Aber wo das Problem liegt konnte er uns auch nicht sagen. Letztendlich sind wir völlig frustriert im Cafe "Stop & Go" gelandet,  wo Konrad leckeren Kaffee getrunken hat und wir uns vor lauter Frust durch die Menükarte gefressen haben. Zu was anderem waren wir an diesem Tag auch nicht mehr fähig. Es gab typisches Essen aus der Region von Hue, u.a. Banh khoai (knuspriger Pfannkuchen aus Ei und Reismehl, gefüllt mit Shrimps, Schweinefleisch und Sprossen, dazu Erdnuss-Sesam-Soße). Außerdem gabs noch ein Stück von der Geburtstagstorte einer Kellnerin. Sah aus wie 16, wurde aber 22. Abends waren wir dann noch im "Golden Rice", wo wir uns wieder durch die regionale Küche gefuttert haben. Es gab u.a. Banh Nam (Reiskuchen mit Shrimps in Bananenblatt gekocht), sowie zum Dessert Lotus-Samen-Suppe. Schmeckte alles sehr interessant, aber würde ich mir ich glaube nicht nochmal bestellen.

27. September 2013

[25.09.2013] Hanoi again...

Da wir erst heute abend mit dem Nachtzug nach Hue weiterreisen haben wir somit noch den ganzen Tag, um Hanoi zu besichtigen. Bei Regenwetter, gewappnet mit Billig-Vietnamesen-Schirm (der dann auch direkt kaputt gegangen ist) und Regencapes, sind wir durch die Altstadt bis zum Literatur-Tempel gelaufen.

der Eingang - man beachte den "Busch" in der rechten Ecke
 Die Tempelanlage ist sehr schön gewesen. Es ist wohl sehr selten, dass so ein Bauwerk der vietnamesischen Architektur so gut erhalten geblieben ist. Erbaut wurde dieser 1070 durch Ly Thanh Tong zu Ehren von Konfuzius. Vietnams erste Universität wurde hier 1076 gegründet, auch wenn dies eher nur den Reichen zugänglich war. Die Gartenanlage drumherum war auch sehr schön, v.a. die kleinen putzigen Miniatur-Bonsai-Naturlandschaften. Fehlte nur noch die kleine Märklin-Eisenbahn, die um die Bonsai-Bäumchen fährt.





Miniaturwunderwelt

Danach ging es weiter in das Militärsviertel und zum Mausoleum von Ho-Chi-Minh. Da der Gute, aus Schönheitsgründen, gerade in Russland verweilt, mussten wir uns auch nicht so beeilen um rechtzeitig da zu sein. Ansonsten hat man nämlich die Möglichkeit zwischen 8 und 11 Uhr ihn unter strengen Auflagen zu besichtigen (keine Fotos, nicht stehen bleiben sondern im Gleichschritt einmal zügig drumherum laufen, nicht die Hände auf dem Rücken halten, etc.). Gesehen hätten wir ihn aber schon gerne mal. Das Mausoloeum an sich ist eher unspektakulär und der Platz davor ziemlich leer und öde. Aussehen soll das Ganze übrigens nach einer Lotusblüte, für uns wars eher ein Block.


Nebenan gab es noch ein riesen Onkel-Ho-Museum, was wir uns aber geschenkt haben. Stattdessen haben wir uns noch die einstelige Pagode angeschaut, welche komplett aus Holz besteht und nur durch eine steinerne Stele gestützt wird. Diese wurde durch Ly Thai Tong 1049 erbaut und soll an eine Lotusblüte erinnern und ist seine Kindern gewidmet. Das Original wurde durch die Franzosen zerstört und anschließend durch die neue Regierung wieder erbaut.


Da wir noch viel Zeit hatten, sind wir noch in den Norden zu der Tran Quoc Pagode gelaufen. Diese liegt am Tay Ho See und war viel kleiner als erwartet. Am Eingang waren wir uns sehr unsicher, ob wir überhaupt reindürfen (beide hatten wir kurze Hosen an). Und als dann zwei asiatische Touristinnen mit kurzen Röcken (nicht kürzer als unsere Hosen) kamen und vom Wärter anschreiend und beleidigend verscheucht wurden, war für uns die Sache klar. Trotzdem fragten wir den guten Herrn ganz schüchtern und siehe da, mit uns weißen Touris hatte er plötzlich keine Probleme mehr.

Tran Quoc
Im Hotel haben wir doch noch, nachdem wir schon ganz verzweifelt waren, ein schönes Hotel in Hoi An gebucht. Jetzt müssen wir nur noch irgendwie dort hinkommen. Ein Mitarbeiter vom Hotel hat uns dann noch zum Zug geschafft und wir sind dann gegen 19Uhr zusammen mit zwei Australierinnen in einem 4er-Abteil gefercht nach Hue gefahren. Die Züge sind hier viel besser als gedacht. Die Pritschen sind zwar steinhart, aber für eine Nacht ist das aushaltbar.


[24.09. - 25.09.2013] Halong Bucht

Weil zur Zeit ja alles drunter und drüber läuft, vor allem bedingt durchs Wetter, müssen wir fast jeden Tag aufs Neue planen. Weil wir die nächsten zwei Tage in der Halong Bay verbringen wollten mussten wir also noch die Weiterreise danach planen und buchen. Wir wollten mit dem Nachtzug nach Hue fahren und da soll man immer mindestens 3 Tage vorher gebucht haben, da diese Züge sehr beliebt sind. Also wiedermal sehr sehr früh aufstehen, in aller Hektik diesen Zug buchen und dann übermüdet mit einem Kleinbus in Richtung Halong City fahren. Die Halongbucht mussten wir jetzt schon einschieben, weil unser Hotelmanager wusste, dass ein harter Wintereinbruch bevorstand. Wie sich später herausgestellt hat, sprach er von einem Temperaturabfall um 10º auf ungemütliche 20º! Recht hat der Mann, da machen wir nicht mit. Also gings mit Spaniern und Japanern in 4 Stunden an die Ostküste zur Halong Bay (natürlich mit Zwischenstopp an einem riesen Verkaufsstand). Die Fahrt war diesmal sehr rasant und holprig aufgrund eines hochmotivierten Fahrers und diverser Schlaglöcher. Der morgendliche Regenschauer hat sich dann auch alsbald in Wohlgefallen aufgelöst und pünktlich ging es an Bord unseres Traumschiffes.




Als wir den Hafen von Halong City gesehen haben, schwante uns schon böses: Kahn an Kahn war das gesamte Becken voller Touriboote. Tatsächlich ist die Halongbucht wie erwartet völlig überlaufen und wir haben während der gesamten Bootsfahrt zu keiner Zeit weniger als 10 andere Boote gesehen. Und alles wird über diese Paketangebote organisiert. Alleine an- und abreisen und mit einem Fischerboot rausfahren ist überhaupt nicht mehr möglich. Die Kajüten selber waren klein und dunkel, das Bad dafür aber recht modern. Unsere kleine Reisegruppe hatte sich nun nochmal neu formatiert. Unser bunter Haufen bestand nun aus lustigen (natürlich kaum englischsprechenden) Franzosen, Spaniern, Isrealis und herzzerreisend strohdoofen bayrischen Bierzeltprinzessinnen. Die haben sich direkt den allgemeinen Respekt verdient, indem sie die Isrealis gefragt haben, ob sie als Juden da nicht eine Minderheit bilden, neben den, wie heißen die da nochmal auf englisch? Hier, die Islamisten, nee Moslems... Ohne Worte, und die israelischen Mädchen haben auch nicht schlecht geguckt und wir uns ein klein wenig in Grund und Boden geschämt. Als erster Tagesordnungspunkt war dann Mittagessen angekündigt. Halong heißt im vietnamesischen so viel wie herabsinkender/herabkommender (ha) Drache (long). Der einzige Drache, den wir gesehen haben, war aber nur die Getränkeverkäuferin, die sich während der ganzen Fahrt auf unsere harten Dollars gestürzt hat. Getränke waren nämlich not included und wirklich unverschämt teuer. Essen wurde an Bord gekocht und war dafür tatsächlich ganz lecker. Der Speisesaal war sehr luftig und nett eingerichtet und man konnte beim Schnabullieren die malerisch vorbeiziehenden Karstfelsen bestaunen.


 Erster Anlaufpunkt war die größte Tropfsteinhöhle in der Bucht, die aus drei mehr oder weniger spektakulären Höhlen besteht und deren Eingang einige Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Blick vom Eingang der Hoehle auf die Bucht


Anschließend sind wir eine dreiviertel Stunde durch die Bucht gekayakt. Das war ziemlich lustig und wir beide als Sportasse haben das übrige Teilnehmerfeld in Sachen Anmut und Ausdauer weit hinter uns gelassen. Wir müssen natürlich nicht erwähnen, dass wir hinterher die nassesten Hosen von allen hatten. Aber wie hat schon Konfuzius gesagt: wo richtig gehobelt wird, da fallen eben auch ordentlich Späne! Schade ist es allerdings, sehen zu müssen, wie dreckig das Meer in der Halong Bucht durch die ganzen Touristenboote ist. Der Abfall wird dann halt einfach ins Meer rausgeworfen. Als nächstes ging es dann zur Insel Titop, wo man sich dann entweder fürs Baden oder für das Hochkrackseln auf den Aussichtspunkt entscheiden konnte (und wir hatten mal wieder nur 50 Minuten Zeit). Und nachdem wir das herrlich dreckige Wasser gesehen haben entschieden wir uns dann doch lieber für den Aussichtspunkt. Also 400undnochwas Stufen hochklettern, schwitzen und schnaufen (bei gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit) aber der schöne Ausblick auf die vielen Inseln bzw. Karstfelsen hat alles entschädigt.

Yeah, die Haelfte der Stufen geschafft!

Ganz oben!
der Strand
Kaum wieder unten angekommen und gemütlich gemacht kam der erste große Regenschauer. Mit unserem Wassertaxi (Rettungswestenpflicht! Wasn hier los?!) ging es zurück zum Hauptboot, wo es auch direkt wieder was zu essen gab. Abends noch ganz muckelig an Deck bzw. an der Karaokebar abgehangen (oh ja, die Vietnamesen lieben Karaoke! Je schnulziger, umso besser. Da wird auch der Tourguide ganz gern mal zur Beyonce. Hier gehen halt Träume noch in Erfüllung). Allzu lange ging die Party nicht, weil wir am nächsten Morgen schon 7.15 Uhr zum Frühstück antreten sollten. Nach einer gewitterreichen Nacht fiel das Frühstück eher mau aus. Beim Essen sind wir schon in Richtung Perlenfarm geschippert.

die Perlenfarm

ganz der Gentleman...
 Schon interessant mal zu sehen, wie sowas abläuft. Da wird einer Auster ein billiger, kleiner Perlenrohling von einer Muschel aus dem Mississippi plus Zellengewebe einer anderen Muschel per Pinzette eingesetzt. Je nach Gewebe baut die dann um den Rohling eine weiße, schwarze, gelbe oder graue Perle. Das klappt aber auch nur in 30% der Fälle und davon sind wiederum nur 30% für Schmuck geeignet. Der Rest geht in Kosmetik. Wie und warum auch immer. 18 Monate braucht die Muschel in der Muschelbabyaufzuchtstation und dann nochmal 18 Monate für die reine Verperlung. Den Rest des Vormittags haben wir dann auf dem Sonnen-Deck verbracht und uns dabei weitere lustige bayrische Stories (unfreiwillig) angehört. Es ist sogar mal die Sonne rausgekommen, was uns beiden direkt einen Sonnenbrand bescherrt hat. Gegen 11 Uhr gabs schon wieder Mittagessen (nachdem unsere Truppe wieder munter durchgemischt wurde, da einige eine 3-Tages-Tour gebucht haben und auf eine größere Insel weitergeschippert sind). Danach ging es wieder an Land und wieder mit dem Bus zurück zu unserem Hotel in Hanoi, ohne natürlich dennobligatorischen Prödelgroßverkauf nicht auszulassen. Da wir gegen 16.30Uhr schon wieder im Hotel waren und somit noch ein bisschen vom Nachmittag hatten, sind wir noch mal zum Hoan-Kiem-See gelaufen, um uns dort die bekannte Huc-Brücke und den kleinen Tempel auf der Insel, die die Brücke mit dem Festland verbindet, anzuschauen. It's a quaint! (Insider!).

Huc-Bruecke 


Danach ging es noch ein bisschen durchs West-Of-Hoan-Kiem-Lake-Viertel, wo wir in einem kleinen Straßenbistro (Noodle & Roll, 39C, Ly Quoc Su) lecker gegessen haben (Morning-Glory-Salat mit Beef).


In unserem Hotel, in dem wir schon in den ersten 2 Tagen waren, haben wir diesmal ein anderes Zimmer bekommen. Im Zimmer selber war es dann plötzlich recht dunkel und wir dachten schon, dass die Rollos noch unten wären. Als wir dann hinter die Gardinen geschaut haben offenbarte sich uns plötzlich eine Wand vorm Fenster. Keine Ahnung, was die da noch dahinter gebaut haben... Aber laut unserem Hotelmanager waren natürlich keine Zimmer mit Fenster mehr frei... Ah ja... (man muss dazu sagen, dass wir im Vorfeld den Zimmerpreis für die eine Nacht heruntergehandelt haben, während wir in den ersten 2 Nächten den vollen Zimmerpreis gezahlt haben).

25. September 2013

[23.09.2013] Hoa Lu und Tam Coc

Über Nacht haben wir uns nun wieder alles anders überlegt. Weil für Montag doch schönes Wetter angesagt wurde, wollten wir versuchen noch eine Tour nach Ninh Binh zu bekommen. Dafür sind wir extra früh aufgestanden, um an der Rezeption noch eine Tour zu buchen. Wir hatten Glück und sind dann gegen 8.30Uhr mit einer kleinen Reisetruppe aus hauptsächlich Australiern und Kanadiern in 2 Stunden in den Süden von Hanoi gefahren. Natürlich gehört der obligatorische Stopp in einer "Behindertenwerkstatt mit Verkauf" dazu.
Der erste wirkliche Halt war Hoa Lu, die ehemalige Königstadt, wo das erste Königreich von Vietnam gegründet wurde. Das Königreich bestand aus 5 Stämmen, welches sich in der damaligen fünffarbigen Flagge widerspiegelte. Letztendlich hat das Ganze nur 3 Jahre gehalten.




die 5-farbige Flagge und unser Guide
die Opfergabe ;)


Wer sieht ihn?
Danach ging es nach Ninh Binh, wo es erstmal Mittagsessen vom Buffet gab. Anschließend gings in die Ruderboote. Selber mussten wir aber nix machen, war auch gut so, weil viel zu warm und Plauze voll. 


Gerudert wird traditionell mit den Füßen. Macht auch Sinn, damit man mit den freien Händen den Sonnenschirm halten kann. 


Die Fahrt ging durch die traumhafte Landschaft flussabwärts, vorbei an gigantischen Krastfelsen und durch drei kleine Höhlen, die sogenannten Tam Coc. Von der Landschaft her war es wirklich wunderschön, es ist sogar aufgeklart und die Sonne ist rausgekommen. Allerdings ist es echt schade, dass alles sehr touristisch geprägt ist. Die Fahrt war eine regelrechte Karawane mit gelegentlichen Überholmanoevern und schwimmenden Pröddelverkäufern. In der Mitte der Tour wird man regelrecht genötigt, Essen und Krimskrams zu kaufen, auch als Verpflegung für die Bootsführer (wobei die dann wahrscheinlich das ganze einpacken und zum Wiederverkaufen wieder bei den Verkäufern abliefern).

die erste der Tam Coc Hoehlen



Das schönste war dann eigentlich die anschließende Fahrradtour. Dabei sind wir durch Dörfer und Reisefelder gedüst, was wirklich sehr viel Spaß gemacht hat. 





Das nervige an den ganzen geführten Tours ist allerdings, dass man immer nur wenig Zeit hat. Es gibt strikte Zeitvorgaben gibt, in denen man die Sehenswürdigkeiten abklappert. Andererseits ist es wahrscheinlich nicht anders möglich Touristengruppen durch solche Attraktionen durchzuschleusen.
Danach ging es wieder zurück nach Hanoi. Unterwegs fing es erstmals an zu regnen, was sich bis in die Nacht durchgezogen hat.
Im Hotel haben wir noch schnell die Tour für die kommenden 2 Tage gebucht. Wir riskieren es und wollen in die Halong-Bucht fahren, weil wir nicht mehr Zeit in Hanoi verbringen wollen, indem wir auf das perfekte Wetter warten.

Gegessen haben wir im Quan Bia Minh. An sich war alles sehr lecker, aber doch irgendwie nicht ganz authentisch. Es saßen auch nur Touristen im Restaurant.
Abends haben wir noch die Weiterreise durchgeplant und Hotels gebucht, wodurch wir auch erst wieder spät ins Bett sind. So richtig Urlaub mit Ausschlafen wird das wohl nicht mehr... ;)