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27. September 2013

[24.09. - 25.09.2013] Halong Bucht

Weil zur Zeit ja alles drunter und drüber läuft, vor allem bedingt durchs Wetter, müssen wir fast jeden Tag aufs Neue planen. Weil wir die nächsten zwei Tage in der Halong Bay verbringen wollten mussten wir also noch die Weiterreise danach planen und buchen. Wir wollten mit dem Nachtzug nach Hue fahren und da soll man immer mindestens 3 Tage vorher gebucht haben, da diese Züge sehr beliebt sind. Also wiedermal sehr sehr früh aufstehen, in aller Hektik diesen Zug buchen und dann übermüdet mit einem Kleinbus in Richtung Halong City fahren. Die Halongbucht mussten wir jetzt schon einschieben, weil unser Hotelmanager wusste, dass ein harter Wintereinbruch bevorstand. Wie sich später herausgestellt hat, sprach er von einem Temperaturabfall um 10º auf ungemütliche 20º! Recht hat der Mann, da machen wir nicht mit. Also gings mit Spaniern und Japanern in 4 Stunden an die Ostküste zur Halong Bay (natürlich mit Zwischenstopp an einem riesen Verkaufsstand). Die Fahrt war diesmal sehr rasant und holprig aufgrund eines hochmotivierten Fahrers und diverser Schlaglöcher. Der morgendliche Regenschauer hat sich dann auch alsbald in Wohlgefallen aufgelöst und pünktlich ging es an Bord unseres Traumschiffes.




Als wir den Hafen von Halong City gesehen haben, schwante uns schon böses: Kahn an Kahn war das gesamte Becken voller Touriboote. Tatsächlich ist die Halongbucht wie erwartet völlig überlaufen und wir haben während der gesamten Bootsfahrt zu keiner Zeit weniger als 10 andere Boote gesehen. Und alles wird über diese Paketangebote organisiert. Alleine an- und abreisen und mit einem Fischerboot rausfahren ist überhaupt nicht mehr möglich. Die Kajüten selber waren klein und dunkel, das Bad dafür aber recht modern. Unsere kleine Reisegruppe hatte sich nun nochmal neu formatiert. Unser bunter Haufen bestand nun aus lustigen (natürlich kaum englischsprechenden) Franzosen, Spaniern, Isrealis und herzzerreisend strohdoofen bayrischen Bierzeltprinzessinnen. Die haben sich direkt den allgemeinen Respekt verdient, indem sie die Isrealis gefragt haben, ob sie als Juden da nicht eine Minderheit bilden, neben den, wie heißen die da nochmal auf englisch? Hier, die Islamisten, nee Moslems... Ohne Worte, und die israelischen Mädchen haben auch nicht schlecht geguckt und wir uns ein klein wenig in Grund und Boden geschämt. Als erster Tagesordnungspunkt war dann Mittagessen angekündigt. Halong heißt im vietnamesischen so viel wie herabsinkender/herabkommender (ha) Drache (long). Der einzige Drache, den wir gesehen haben, war aber nur die Getränkeverkäuferin, die sich während der ganzen Fahrt auf unsere harten Dollars gestürzt hat. Getränke waren nämlich not included und wirklich unverschämt teuer. Essen wurde an Bord gekocht und war dafür tatsächlich ganz lecker. Der Speisesaal war sehr luftig und nett eingerichtet und man konnte beim Schnabullieren die malerisch vorbeiziehenden Karstfelsen bestaunen.


 Erster Anlaufpunkt war die größte Tropfsteinhöhle in der Bucht, die aus drei mehr oder weniger spektakulären Höhlen besteht und deren Eingang einige Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Blick vom Eingang der Hoehle auf die Bucht


Anschließend sind wir eine dreiviertel Stunde durch die Bucht gekayakt. Das war ziemlich lustig und wir beide als Sportasse haben das übrige Teilnehmerfeld in Sachen Anmut und Ausdauer weit hinter uns gelassen. Wir müssen natürlich nicht erwähnen, dass wir hinterher die nassesten Hosen von allen hatten. Aber wie hat schon Konfuzius gesagt: wo richtig gehobelt wird, da fallen eben auch ordentlich Späne! Schade ist es allerdings, sehen zu müssen, wie dreckig das Meer in der Halong Bucht durch die ganzen Touristenboote ist. Der Abfall wird dann halt einfach ins Meer rausgeworfen. Als nächstes ging es dann zur Insel Titop, wo man sich dann entweder fürs Baden oder für das Hochkrackseln auf den Aussichtspunkt entscheiden konnte (und wir hatten mal wieder nur 50 Minuten Zeit). Und nachdem wir das herrlich dreckige Wasser gesehen haben entschieden wir uns dann doch lieber für den Aussichtspunkt. Also 400undnochwas Stufen hochklettern, schwitzen und schnaufen (bei gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit) aber der schöne Ausblick auf die vielen Inseln bzw. Karstfelsen hat alles entschädigt.

Yeah, die Haelfte der Stufen geschafft!

Ganz oben!
der Strand
Kaum wieder unten angekommen und gemütlich gemacht kam der erste große Regenschauer. Mit unserem Wassertaxi (Rettungswestenpflicht! Wasn hier los?!) ging es zurück zum Hauptboot, wo es auch direkt wieder was zu essen gab. Abends noch ganz muckelig an Deck bzw. an der Karaokebar abgehangen (oh ja, die Vietnamesen lieben Karaoke! Je schnulziger, umso besser. Da wird auch der Tourguide ganz gern mal zur Beyonce. Hier gehen halt Träume noch in Erfüllung). Allzu lange ging die Party nicht, weil wir am nächsten Morgen schon 7.15 Uhr zum Frühstück antreten sollten. Nach einer gewitterreichen Nacht fiel das Frühstück eher mau aus. Beim Essen sind wir schon in Richtung Perlenfarm geschippert.

die Perlenfarm

ganz der Gentleman...
 Schon interessant mal zu sehen, wie sowas abläuft. Da wird einer Auster ein billiger, kleiner Perlenrohling von einer Muschel aus dem Mississippi plus Zellengewebe einer anderen Muschel per Pinzette eingesetzt. Je nach Gewebe baut die dann um den Rohling eine weiße, schwarze, gelbe oder graue Perle. Das klappt aber auch nur in 30% der Fälle und davon sind wiederum nur 30% für Schmuck geeignet. Der Rest geht in Kosmetik. Wie und warum auch immer. 18 Monate braucht die Muschel in der Muschelbabyaufzuchtstation und dann nochmal 18 Monate für die reine Verperlung. Den Rest des Vormittags haben wir dann auf dem Sonnen-Deck verbracht und uns dabei weitere lustige bayrische Stories (unfreiwillig) angehört. Es ist sogar mal die Sonne rausgekommen, was uns beiden direkt einen Sonnenbrand bescherrt hat. Gegen 11 Uhr gabs schon wieder Mittagessen (nachdem unsere Truppe wieder munter durchgemischt wurde, da einige eine 3-Tages-Tour gebucht haben und auf eine größere Insel weitergeschippert sind). Danach ging es wieder an Land und wieder mit dem Bus zurück zu unserem Hotel in Hanoi, ohne natürlich dennobligatorischen Prödelgroßverkauf nicht auszulassen. Da wir gegen 16.30Uhr schon wieder im Hotel waren und somit noch ein bisschen vom Nachmittag hatten, sind wir noch mal zum Hoan-Kiem-See gelaufen, um uns dort die bekannte Huc-Brücke und den kleinen Tempel auf der Insel, die die Brücke mit dem Festland verbindet, anzuschauen. It's a quaint! (Insider!).

Huc-Bruecke 


Danach ging es noch ein bisschen durchs West-Of-Hoan-Kiem-Lake-Viertel, wo wir in einem kleinen Straßenbistro (Noodle & Roll, 39C, Ly Quoc Su) lecker gegessen haben (Morning-Glory-Salat mit Beef).


In unserem Hotel, in dem wir schon in den ersten 2 Tagen waren, haben wir diesmal ein anderes Zimmer bekommen. Im Zimmer selber war es dann plötzlich recht dunkel und wir dachten schon, dass die Rollos noch unten wären. Als wir dann hinter die Gardinen geschaut haben offenbarte sich uns plötzlich eine Wand vorm Fenster. Keine Ahnung, was die da noch dahinter gebaut haben... Aber laut unserem Hotelmanager waren natürlich keine Zimmer mit Fenster mehr frei... Ah ja... (man muss dazu sagen, dass wir im Vorfeld den Zimmerpreis für die eine Nacht heruntergehandelt haben, während wir in den ersten 2 Nächten den vollen Zimmerpreis gezahlt haben).

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