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15. Oktober 2013

[10.10. und 11.10.2013] Can Tho und die Floating Markets, Chau Doc

Mit dem 11 Uhr Bus ging es heute nach Can Tho, die größte Stadt im Mekong-Delta. Wir haben uns diesmal bewusst gegen eine organisierte Touri-Tour entschieden, weil wir einerseits über das Mekong-Delta nach Kambodscha reisen wollen und andererseits weil uns diese Touristenabzocke ziemlich zum Hals raushängt.
Unser Hotel in HCMC war so nett und hat uns bei der Organisation der Bustickets geholfen. Natürlich zahlt man da auch wieder einen Aufpreis, aber den Bahnhof und die Zwischenstation hätten wir so nicht gefunden. Mit Motorollern (Rucksack beim Fahrer zwischen die Beine, wir dann jeweils hinten drauf) gings zum ersten kleineren Busbahnhof. Die Fahrt war saulustig, auch wenn man dann froh war heil angekommen zu sein. Vom Busbahnhof gings dann mit dem Shuttle-Bus zum großen Süd-Busbahnhof. Dort fings erstmal richtig schön doll mit Regnen an... Wir mussten zum Glück gar nicht lange warten. Mit einem großen modernen Bus (viel besser als die Open-Tour-Busse), ausgestattet mit riesen Fernseher, komfortablen Sitzen mit viel Beinfreiheit und Wlan, gings dann in 3,5 Stunden nach Can Tho. An der Raststätte ist Konrad jedoch Opfer eines hinterlistigen und offensichtlich mutwilligen Anschlags auf sein Leben geworden: Die örtliche Zauberin der Binh Mi, das ist die südvietnamesische Baguette-Antwort auf Subways, hat ein dermaßen unfassbar scharfes Stück Chilli in das Objekt der Begierde des ollen, geifernden Touristen versteckt, dass der arme Junge sich immerhin seit heute wieder halbwegs verständlich machen kann. So sind vermutlich auch die Amerikaner erledigt worden...

Can Tho ist jetzt nicht so sehenswert. Man kann sich (wiedermal) eine Pagode anschauen, es gibt eine Ho-Chi-Minh-Statue und das wars dann auch. Deswegen haben wir dann den restlichen Tag in einem Cafe verbracht...Abends waren wir in einem lokalen Restaurant essen, wo die Spezialitäten Schlange, Frosch und Ratte waren. Wir sind dann doch lieber bei Nudelsuppe und Fisch geblieben...

Am nächsten Morgen ging es 5.30Uhr zu den Floating Markets. Gerade zwischen 6 und 7Uhr soll dann der größte Verkehr auf dem Fluß sein. Mit einem kleinen Motorboat ging es den Fluß entlang zum Hauptmarkt. Natürlich fing es mal wieder an zu regnen, aber zum Glück hatte unser Fahrer ein aufklappbares Regendach, sodass alles erträglich war. Der Markt an sich war absolut enttäuschend. Wir wissen nicht, obs am Wetter lag oder ob wir einfach zur falschen Zeit da waren, aber es war kaum was los.



anhand der Masten konnte man erkennen, was es zu kaufen gibt
Ein paar größere Schiffe, die hauptsächlich Ananas verkauften,  waren zu sehen, mehr nicht. Von einem bunten und regen Treiben und wildem Verhandeln war überhaupt nichts zu sehen... Eigentlich haben wir auch nur deswegen den Umweg ins Mekong-Delta gemacht... Entschädigt hat dann ein bisschen die Fahrt durch kleinere, grüne Kanäle, wo man das bäuerliche Leben beobachten konnte.




Bannaaaanneee!

Mit dem nächsten Bus sind wir mittags weiter nach Chau Doc an die kambodschanische Grenze, von wo aus man per Boot nach Phnom Penh fahren kann. Der Bus war diesmal mit ohne Wlan ausgestattet, dafür mit der exakt gleichen vietnamesischen Talent-Show in der Glotze wie gestern. Eindeutiger Pluspunkt, denn so gabs nochmal den sympathischen alten Herren zu sehen, der mit seiner Nase auf der Mundharmonika ein herzzerreißendes La Paloma Ohe zum Besten gibt, während er eine Banane mümmelt. Da kann der Lanz einpacken!

Chau Doc ist nun auch nicht zwingend sehenswert. Einen großen Markt gibt es, einen Hafen und abends machen wieder alle zusammen Sport ("Joggen", Federball, Fussball...). Unser Hotel liegt direkt am Markt, aber zum Glück war es abends ruhig. Einzig der Wasserboiler auf dem Dach hat die ganze Zeit gearbeitet und sein rhythmisches Pumpen war nicht gerade schlaffördernd.


in unserem Zimmer auf einem Tuerklebeschild ein mumifizierter Gecko ^^ 
Aussicht von unserem Zimmer auf den Markt

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