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16. April 2012

KOCHI, KERALA (12.03. bis 15.03.2012)

Um die letzten Tage in Indien noch zu geniessen und auch noch ein bisschen was zu sehen, haben wir uns entschlossen, die letzte Woche in Kerala, genauer in Kochi (indisch Cochin; Kerala ist der dazugehörige indische Bundesstaat), zu verbringen.
Wir haben schon viel Gutes über die Ecke gehört, sodass das ohnehin ein Reiseziel von uns war. Und da war wir ja jetzt genügend Zeit hatten ;( konnten wir auch etwas länger als nur ein Wochenende dort bleiben.

Also schnell noch Sonntagmorgen den Bus im Internet gebucht und bei den Hotels durchgeklingelt. Wir hatten Glück! Im Bus gab es noch Plätze für uns (auch wenn wir Sonntag dann festegestellt haben, dass der Bus nicht 9 Uhr am nächsten Morgen fährt, sondern noch an dem selben Abend) und auch gleich das zweite Hotel hat uns Zimmer versprochen, sogar für einen unschlagbar guten Preis (700 Rs/Nacht = ca. 11 €)! Also konnte die Reise direkt starten!

Laut Internet sollte die Busfahrt 16 Stunden dauern, sodass wir dann gegen frühen Montag-Nachmittag in Cochin sein sollten. Letztendlich ging dann doch alles schneller als gedacht - gegen 10 Uhr standen wir am Highway von Ernakulam, einem Stadtteil von Cochin.
Die Busfahrt an sich war gar nicht so schlimm, wie erst gedacht. Semi-Sleeper, Klimaanlage - was will man mehr! Da wir relativ spät erst gebucht hatten, haben wir natürlich nur die letzte Reihe erwischt. Und der Bus war am Anfang auch so voll, dass alle 5 Plätze der letzten Reihe belegt waren. Macht sich natürlich nicht so toll, wenn man irgendwie bequem schlafen will und meterlange Beine hat :/. Aber zum Glück konnte sich der Mittelmann noch umsetzen, sodass ich dann zumindest die Beine ausstrecken konnte.
Da der Bus zwischendurch auch in diversen Städten anhielt, war dann spätestens ab Coimbatore der Bus nur noch halbvoll, sodass wir uns dann auch umsetzen konnten und jeder von uns zwei Plätze zum Schlafen hatte - und das mit dem Schlafen hat dann sogar einigermaßen gut geklappt :)

In Cochin hat uns dann erst mal eine Knaller-Sonne und eine noch umso mehr drückende Schwüle erwartet. Das sollte dann auch die nächsten Tage so bleiben.


Nachdem wir wieder fleißig mit dem Riksha-Fahrer verhandeln, und wir sogar seine Rückfahrt bezahlen mussten (da Cochin auf mehreren Inseln erbaut ist, und sobald die Rikshafahrer einem von der einen zur anderen Inseln fahren, muss man den Rückweg bezahlen), sind wir letztendlich in Fort Cochin gelandet, dem schönsten Stadtviertel von Cochin.



 Unser Hotel war super! Vielleicht, neben unserem Fullmoon Guesthouse hier in Pondi, mit eines der besten in welchem wir bisher in Indien waren. Sehr sehr nette Besitzer, die uns jederzeit geholfen haben, große helle Zimmer, freundliche Einrichtung und ruhige Lage. Das schönste war eigentlich früh morgens im Bad zu stehen (offene Gitterfenster) und den tropischen Vögeln zuzuhören. Man hatte das Gefühl man ist mitten im Dschungel! :) Also absolute Punktlandung!


1. Tag

Da wir ja nun noch überraschend viel Zeit hatten haben wir uns direkt Fort Cochin angeschaut. Das tolle war, das man alles zu Fuß erreichen konnte.

riesenriesen Baum

Zuerst waren wir bei der Touristeninfo, um uns für den nächsten Tag eine Backwater-Tour zu buchen. Weil das wollten wir auf jedenfall hier machen! Wobei wir schon fast mit dem Thema abgeschlossen hatten, da die großen Backwater-Touren etwas außerhalb von Cochin losgehen und meistens auch einen ganze Tag inklusive Übernachtung lang sind, waren wir dann natürlich umso erfreuter, dass wir das doch noch mitmachen konnten!
Weiter ging es dann an der Strandpromenade bzw. an dem Hafen von Fort Cochin. Fort Cochin ist nämlich gar nicht, wie man erst vermuten mag, ein Fort, sondern der Titel ist einfach nur die Bezeichung für diese Insel bzw. für den Hafenabschnitt.
Eine besondere Sehenswürdigkeit dort sind die chinesischen Fischernetze. Um Fische zu fangen werden die riesigen Netze mittels Hebelmechanismus ins Wasser gelassen, um dann wieder herausgeholt zu werden, wenn die Netze voll sind. Diese Fischernetze sollen noch aus dem 13. Jahrhundert stammen und durch chinesische Kaufleute erbaut wurden sein.


Wir waren überrascht, wieviele Touristen in Cochin unterwegs sind. Das hatten wir noch nirgends anderswo in Indien. Das wird sicherlich aber auch an dem Stadtteil liegen, da Fort Cochin wirklich wunderschön ist. Es hat eine gewisse ruhige Dorfidylle, ohne zu sehr indisch vermüllt zu sein. Und die ganzen Palmen und exotischen Pflanzen tuen ihr übriges... Es war wirklich angenehm durch die Stadt zu laufen.


Von der Strandpromenade aus ging es dann in Richtung St. Francis Church. Auf dem Weg dahin haben wir nochmal Kokosnüsse ausprobiert und ich muss sagen, dass diese tausendmal besser geschmeckt haben, als die, die wir in Pondi geschlürft haben! Da war ich dann nicht mehr ganz so sehr enttäuscht ;). Diesmal haben wir auch das Fruchfleisch ausprobiert, was dann aber mit der Zeit ganz schön satt macht. Und so richtig dollen Geschmack haben sie dann auch nicht....



Die St. Francis Church (Franziskaner-Kirche) ist die älteste Kirche in Indien, die von Europäern erbaut wurde. In dem anfänglich Holzbau, der dann aber im 16. Jahrhundert doch durch Steine ersetzt wurde, wurde 1524 der berühmte Seefahrer Vasco da Gama beigesetzt. Heute liegen seine Gebeine wieder in Lissabon, nur noch eine Grabplatte erinnert an ihn.




Und da die Welt ja klein ist, und das auch irgendwann mal passieren musste, haben wir direkt ein paar Zahnmediziner getroffen. ;)
Zurück am Strand, auf der Suche nach dem holländischen Friedhof, haben wir noch ein bisschen das schöne Wetter genossen und doch tatsächlich mal Eis am Stiel ausprobiert. Hätte man sich auch sparen können, weil es nicht wirklich lecker war (fördert dann natürlich auch den Durchfall-Gedanken). Der Friedhof war dann recht klein und putzig und vor allem geschlossen. Nur durch ein Eisentor konnte man einige Grabsteine betrachten.


Abends waren wir dann noch auf der Suche nach einem schönen Fischrestaurant. Zu Essen gab es dann aber doch Tandoori-Chicken ;)

Was uns schon am ersten Tag aufgefallen ist, dass es in Kerala sehr viele Christen gibt (in Cochin teilweise bis zu 40%), obwohl weiterhin der Hinduismus Vorrang hat. Es gibt sehr viele Katholiken, Thomaschristen und auch Protestanten, wobei diese eher die Minderheit darstellen.
Die Thomaschristen gehören zu den oberen Schichten im Kastensystem und stellen konvertierte Brahmanen dar. Die Protestanten werden dagegen eher als niedrigkastig bzw. kastenlos angesehen.
Bis ins 20. Jahrhundert gab es sogar eine relativ große jüdische Gemeinde, allerdings sind die meisten Juden nach der Gründung Israels dorthin ausgewandert.


Auch Kommunisten gibt es noch in Kerala, die Anfang der 60er Jahre regierende Partei waren (CPI - kommunistische Partei Indien; heute CPI und CPI(M) mit marxistischer Ausrichtung), sich aber mittlerweile mit der indischen Kongresspartei abwechseln.

2. Tag

Am zweiten Tag hieß es früh aufstehen, denn um 8 Uhr wurden wir vom Shuttle-Bus abgeholt, um zu den Backwaters gefahren zu werden. Nach ca. einer halben Busfahrt sind wir südlich von Cochin gelandet (Name der Stadt weiß ich leider nicht mehr).




Zur Erkundung der Backwaters sind wir mit einem Holzboot gefahren, was allerdings von einem Motor angetrieben wurde. Wir waren natürlich nicht die einzigen. Mit uns gefahren sind nur eine (!) indische Familie, Amerikaner, Deutsche, Briten und Franzosen - eine bunte Mischung also.
Zur Begrüßung gab es erstmal einen Chai-Tea. Dann hat uns der Reiseführer erst mal in ein paar allgemeine Sachen bezüglich der Backwaters eingeführt und dann ging es auch schon los. Unsere Erkundung der Backwaters sollte einmal mit dem besagten großen Holzboot und später mit kleineren Kanu-ähnlichen Booten stattfinden, mit denen man v.a. in die kleineren Kanäle kommt.


Die Backwaters sind ein verzweigtes Wasserstraßennetz im Bundesstaat Kerala. Die beliebtesten Routen befinden sich südlich von Cochin, wo man Halbtages- und Ganztagestouren mit Übernachtungen unternehmen kann.


Das 1900 km² große Gebiet umfasst mehrere Seen, Flüsse und Kanäle. Das stillstehende Gewässer ist eine Mischung aus Salz- und Süßwasser, bedingt durch die Durchmischung der Flüsse mit Meereswasser. Sie sind Lebensraum vieler Wassertiere, wobei durch die zunehmende Verschmutzung einige Tierarten, z.B. Krokodile schon ausgerottet sind. Auch die ursprüngiche Vegetation, bestehend aus Mangroven und Feuchtwäldern, muss zunehmend der Landwirtschaft weichen. Die Backwaters dienen immer noch als Handels- und Verkehrsweg, zum Fischfang, aber auch als Anbaugebiete für Kokospalmen, Cashewbäume, Kautschuk und Reis.



Auf der ersten Bootsfahrt sind wir hauptsächlich die größeren Seen abgefahren, um einen allgemeinen Eindruck von den Backwaters gewinnen zu können.


Ziel war dann ein auf einer kleineren Insel gelegenes Dorf, wo uns die Produktion von Palmwein gezeigt wurde, aber auch die Herstellung von irgendwelchen Pulvern aus Muschelschalen und ein kleinerer Gewürzgarten. Das ganze war insgesamt sehr interessant, auch wenn uns der Reiseführer irgendwann auf die Nerven gegangen ist.


Zur Ernte des Palmweines werden kleine Tonschüsseln über die angeschnittenen Blüten der Kokospalmen gestülpt und dann der Saft gesammelt. Das Ganze muss dann noch stehen und gären, sodass auch wirklich Alkohol daraus entsteht. Wenn man direkt nach der Ernte den Saft drinkt wird man also noch nicht besoffen ;). Der Saft riecht nicht lecker und auch der Geschmack ist etwas eigenartig, aber nicht schlecht.


 In dem kleinen Gewürzgarten konnte man u.a. Vanillepflanzen, einen Cashew-Baum, verschiedene Blumen, Pfeffer und Zimt bestaunen, allerdings haben so ziemlich alle Pflanzen keine Früchte getragen...
Cashew-Frucht
Zurück auf dem Boot gab es eine kleine Mahlzeit, die man sich vorher bestellen konnte: unglaublich lecker gewürzte Muscheln frisch aus den Backwaters gefangen, zubereitet mit Kokosstücken, Ingwer, Zimt und anderen tollen Gewürzen. Total lecker!!!


Dann ging es auch schon zurück zur Anlegestelle, wo wir dann ein Mittagessen bekommen haben. Es gab indisches Thali - also Reis mit spicy Gemüse, Joghurt und anderen Gemüse. Als Nachspeise gab es süsse Reisnudeln - hat ein bisschen wie Milchreis geschmeckt ;).


Da der Startpunkt der zweiten Tour woanders war, wurden wir dann alle wieder mit dem Shuttle-Bus dorthin gefahren.

Die zweite Bootstour war in kleineren Booten, sodass wir Deutschen (Helene und Jasmin, Chris und Annika und Viki und ich) ein deutsches Touri-Boot aufgemacht haben.



Dann ging es durch die kleineren Kanäle, wo wir v.a. die indische Flora und Faune beobachten konnten. Zwischenstopps gab es hier auch, einmal um zuzuschauen, wie Seile hergestellt werden und andererseits um Brödelzeugs angedreht zu bekommen. Die gleiche Route ging es zum Schluss wieder zurück.



Seilherstellung

Bilderrätsel! Wer sieht was?!

Insgesamt waren wir 7-8 Stunden unterwegs. Es war schön, dass wir den Trip noch machen konnten, obwohl wir davon ausgegangen sind, dass es nicht klappen wird. Letztendlich war ich aber etwas enttäuscht von den Dorfbesuchen, weil ich mir da mehr von versprochen habe...

Und weil "wenn, dann aber richtig" haben wir es uns noch gut gehen lassen und uns abends eine ayurvedische Massage gegönnt. Die fiel dann aber härter aus als gedacht. Ich dachte ja, dass das ganze schön entspannt wird - letztendlich lagen wir auf Holztischen und wurden von älteren indischen Frauen durchgeschrubbelt. Meine Ganzkörpermassage war dann auch eine GANZkörpermassage mit allen (äußeren) Körperteilen, die man sich vorstellen kann, inklusive Kopfhaut und Haare... Wie gut, dass wir direkt im Anschluss noch was Essen gehen wollten. Mir wurde dann zwar eine Dusche angeboten, aber in der Schnelle bekommt man ja gar nicht das ganze Öl runter, sodass ich als Ölsardine und mit fettigen Haaren dann zum Essen gehen durfte....
Gegessen haben wir dann in einem Fischrestaurant, wo wir wirklich sehr gut Fischcurry und Thunfisch gegessen haben.

Kingfisher (Eisvogel) - Nationalvogel Indiens - abends gesichtet

3. Tag

An unserem letzten Tag in Kerala wollten wir nochmal zu den Teebergen fahren. Wir haben im Vorfeld schon vieles darüber gehört und somit wollten wir uns das nicht entgehen lassen. Es war aber gar nicht so einfach einen Fahrer zu finden, der uns nur an einem Tag alles zeigt. Die gewöhnlichen Touren für Touristen beinhalten meistens eine Übernachtung in Munnar, was wir aber nicht wollten.
Letztendlich hatten wir Glück gehabt und der nette rüstige Taxifahrer Hari hat uns mit seinem alten Taxi durch die Berge um Munnar kutschiert.
Los ging es früh um halb sieben - einerseits, um das Elefantenbaden noch mitzuerleben und andererseits, weil es doch ein recht weiter weg (Serpentinen!) bis nach Munnar ist.
Aber alles kein Problem - man kann ja auch im Auto schnorcheln. Denn Hari ist alles andere als ein typisch indischer Taxifahrer gewesen - mal nicht riskant, sondern schön ordentlich ist er gefahren :)
Kurz vor 8 Uhr waren wir dann beim Elefantenbad. Wie der Ort heißt weiß ich leider nicht mehr, es könnte aber (lt. GoogleMaps) Kodanad gewesen sein (der Fluß hat auch keinen Namen...). Dort haben wir dann auch direkt Jasmin und Helen vom Vortag getroffen (und das soll auch nicht das letzte Mal gewesen sein ;) ). Zusammen haben wir dann auf die Elefanten gewartet, die dann auch bald kamen. 2 Kleinere und ein großer Bulle - sehr imposant, vor allem vor der wundervollen Kulisse!



Wir waren dann auch nicht die einzigen Touristen, nach und nach gesellten sich auch noch zwei Berliner Männer und andere Touris dazu. Leider durften wir beim Waschen und Schrubben nicht helfen, aber auch das Zuschauen war sehr lustig :)






Da wir insgesamt ja nicht viel Zeit hatten sind wir dann auch direkt weiter gefahren.
Kurz vor Munnar haben wir noch einen Stopp an einem Gewürz-Garten gemacht (wovon es dann aber noch einige auf der Strecke gab).


Ein Führer erklärte uns die wichtigsten Pflanzen und diesmal hatten wir auch mehr Glück, als am Vortag, das viele Pflanzen auch Früchte getragen haben.

Ladyslipper

Pfeffer

Ananas

Vanille
Kardamon

Muskat

Jackfruit

Nelke

In Munnar angekommen waren wir sehr beeindruckt von den Teeplantagen. Über viele Berge ziehen sie hinweg. Schade war, dass wir nicht ganz so ideales Wetter hatten (es hat doch tatsächlich geregnet in der Nacht!! Und da kam einiges runter!), es war etwas drüb und die Sonne kam nur ab und zu durch die Wolken.


Munnar selber ist nicht erwähnenswert. Das einzigst interessante war dann noch das Tee-Museum, wo uns die Herstellung der verschiedenen Teesorten erklärt wurde.
Angebaut wird ja immer ein und die selbe Teepflanze - die unterschiedlichen Sorten entstehen aus den verschiedenen Teilen der Pflanze bzw. durch die unterschiedlichen Herstellungsarten.
Beim grüner Tee werden die Blätter z.B. nur gerollt und getrocknet, während beim schwarzen Tee die Blätter zerrissen, zerkleinert und gerollt werden (sog. CTC-Produktion - crushing - tearing - curling), um anschließend fermentiert und getrocknet zu werden.


 Beim weißen Tee, die teuerste Sorte, werden nur die zarten jungen Blätter getrocknet.

oben, die kleine Spitze, wird für
den weißen Tee benutzt

Da der Tee vor Ort unglaublich billig ist, haben wir uns natürlich mit einigen Tüten eingedeckt.
Nach unserem Besuch von Munnar ging es dann mit dem Taxi wieder zurück nach Cochin, ohne weiteren Zwischenstopp.





4. Tag

An unserem letzten Tag in Kerala hatten wir noch den Vormittag Zeit, um uns auf Fort Cochin das jüdische Viertel anzuschaun.


Zuerst besichtigten wir den holländischen Palast (Mattancherry-Palace), der eigentlich von Portugiesen erbaut wurde, um ihn dann dem damaligen Raja von Cochin zu schenken. Später wurde er dann von Holländern restauriert, weswegen er heute auch den Namen Dutch Palace trägt.
Im Inneren des Palastes befindet sich ein sehr schönes Museum, hauptsächlich über die Königsfamilie inklusive Kleidung und Rüstung.




Nach dem Museum haben wir die Synagoge gesucht. Als wir sie gefunden haben, war es natürlich zu spät, um sie zu besichtigen, da sie wegen Mittagspause geschlossen wurde.
Also blieb uns nichts anderes übrig, als wieder zurück zum Hotel zu fahren, um unsere Sachen zu holen.

die versteckte Synagoge
 Da wir diesmal keine Ahnung hatten, wo genau unser Bus zurück nach Pondicherry abfährt, sind wir sehr rechtzeitig mit der Riksha losgefahren. Unser Riksha-Fahrer hatte natürlich überhaupt keine Ahnung, wo es hingehen sollte. Englisch konnte er auch nicht. Also mit Händen und Füßen und auch mit der Hilfe anderer Riksha-Fahrer versucht ihm zu erklären, wo es ungefähr hingehen sollte. WIr hatten ja zum Glück ein bisschen Zeit-Puffer. Schonmal an der Haupt-Kreuzung angekommen, half uns dann zum Glück ein netter Inder und zeigte uns, wo das Hauptgebäude der Reisebus-Veranstalter war. Dort angekommen mussten wir natürlich die restliche Zeit absitzen, was aber letztendlich sehr lustig war. Die Inder waren alle sehr nett und aufgeschlossen. Hinzu kam etwas später ein junger Engländer, der zwar etwas komische Ansichten hatte, aber trotzallem auch sehr lustig sein konnte. Dadurch verging die Zeit etwas schneller. Blöd war dann nur, dass unser Bus arg Verspätung hatte. Es gab wohl schon bei einem anderen Bus auf der Strecke einige Probleme, sodass ein Ersatzbusse ausgesandt werden musste. Dadurch hat sich natürlich der Zeitplan der anderen Busse etwas verschoben. Aber wir waren dann froh, dass unser Bus überhaupt kam. Wir hatten schon die Befürchtung in dem Büro übernachten zu müssen ;)
Unterwegs gab es dann trotzdem noch einige Probleme: die Klimanalage ist ausgefallen, sodass alle fein am schwitzen waren. Wir hatten da etwas Glück, da wir unter einem Dachfenster saßen und dadurch immer eine kleine frische Brise hatten. Trotzdem mussten wir unterwegs anhalten, damit der Bus getauscht wird. Da saßen wir dann also auf einem Rastplatz im Nirgendwo zwischen Kakerlaken und Dorf-Indern. Erstaunlicherweise ging es dann aber doch recht schnell, sodass unsere Reise rasch fortgesetzt werden konnte. :)
Auch die Rückfahrt war wieder viel kürzer als eigentlich gedacht, sodass wir gegen 6 Uhr - pünktlich zum Sonnenaufgang - wieder in Pondicherry waren.

 

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