Da wir nun heute erfahren haben (nachdem wir den ganzen Vormittag auf diesen blöden Anruf total angespannt gewartet haben und quasi nicht wirklich was vernünftiges machen konnten), dass wir wahrscheinlich erst ab Donnerstag arbeiten können hatte ich heute ausreichend Zeit an der nächsten Etappe zuschreiben - Delhi.
1. Tag
Wieder sind wir Zug gefahren. Nur diesmal hat nicht alles so reibungslos geklappt, wie beim ersten Mal. Der Zug hatte Verspätung. Und wir konnten noch nicht richtig einschätzen, wann er denn nun ankommen wird. Die Anzeigetafeln haben den Angaben im Internet widersprochen, sodass wir nur noch warten und hoffen konnten.
Mit einer Stunde Verspätung (insgesamt hatten wir dann ca. 2 Stunden Verspätung) kam der Zug dann doch noch in den Bahnhof gefahren. Diesmal war auch nicht so ein Chaos, wie das letzte Mal, sodass wir relativ schnell im Zug waren.
Das letzte Mal sind wir ja in der Sleeper-Klasse gefahren, diesmal in der 2. Klasse mit Klimaanlage. Und das war richtiger Luxus! Keine durch den Gang rennenden Händler, keine überfüllten Kabinen und somit absolute Ruhe. Das war mal richtig toll!
In Delhi angekommen erwartete uns schon der Fahrer vom Hotel.
Das Hotel selber liegt genau zwischen New Delhi und Old Delhi im Viertel Pahar Ganj - nicht die schönste Gegend, aber uns ist ja nix passiert ;)
Die Zimmer waren soweit in Ordnung, wobei Viki dann doch nochmal das Zimmer wechseln musste, da es bei ihr doch etwas sehr auffällig nach Schimmel gerochen hatte... Ihr neues Zimmer hatte dafür ein Fenster mit Tageslicht, was Konrad und ich leider nicht hatten. Aber für drei Nächte ging es schon...
Weil wir noch etwas Zeit hatten sind wir direkt zum India Gate (nicht zu verwechseln mit dem Gate of India in Mumbai, wie der Rikshafahrer uns erzählt hat) gefahren. Dieser 42m hohe Triumphbogen zu Ehren der indischen Gefallen in diversen Kriegen (u.a. erster Weltkrieg) steht am Ende des sogenannten Rajpath (Königsweg).
Rund um das India Gate war einiges los. Viele indische Familien, indische Touristen, Bettler, Brödel-Verkäufer und auch einige westliche Touristen waren unterwegs.
Das Gate ist schon sehr beeindruckend, mehr aber auch nicht. Da wir wieder von einigen Indern belagert wurden, die unbedingt Fotos mit uns machen wollten, und auch die Bettler und Verkäufer sehr genervt haben sind wir auch nicht lange geblieben.
Danach ging es mit der Riksha weiter zum Connaught-Place (benannt nach dem Onkel vom englischen König Georg V.) - ein riesiger Platz mit einem inneren und äußeren Ring, wo man einige bekannte und unbekannte Geschäfte, Banken und Restaurants finden kann.
Auch hier wurden wir natürlich nicht von den "freundlichen" Indern verschont, die sich brennend für die eigene Herkunft etc. interessierten, einem letztendlich doch nur zu einem Markt lotsen wollten.
Konrad hat dann noch die Gefahr sich einen Durchfall einzufangen in Kauf genommen und einen Mango-Milkshake vom Straßenverkauf probiert. Da in diesem kleinen Laden allerdings unglaublich viele Inder sich auch Essen und Milkshakes gekauft haben konnten wir eigentlich davon ausgehen, dass da nicht viel passieren wird (geheime goldene Regel!).
Nachdem wir noch kurz (wiedereinmal) einen Handyladen besuchen mussten (weil die Prepaid-Simkarten gesperrt werden sollten) sind wir ins Nizam's Kathi Kabab Essen gegangen. Dort gabs dann seit langem mal wieder Fleisch ;), zwar war alles sehr fettig, aber doch ganz lecker. Mit am Tisch saßen zwei Kanadierinnen, die sehr nett und unterhaltsam waren (v.a. ihr persönlicher Fahrer war eine absolute Quasselstrippe).
Um den Abend noch abzurunden (und weil Kon Bock auf Bier hatte) sind wir noch in eine Bar gegangen - in das @Live. Dies war überraschender Weise doch sehr modern und es gab dann im Laufe des Abends sogar noch Livemusik von einer malaysischen Band, die alte Klassiker, wie z.B. die Beatles (teilweise auch auf Zuruf), gespielt haben... Die Inder fanden das ja ganz großes Kino.
Da gerade Hochzeitssaison in Indien ist, konnten wir (nachdem wir es schon kurz in Agra erlebt haben) auch hier wieder "teilhaben" an dem Krach und Lärm in dem Gässchen direkt neben unserem Hotel.
Eigentlich wollten wir uns das Spektakel nur kurz anschauen, da mir aber direkt der Sohn von dem Vater der Braut angeboten wurde (kein 12 Jahre alt) und dann auch noch Hitler-Andeutungen kamen haben wir uns schnell verdrückt.
2. Tag
Nach dem üblichen Frühstück (2 Toastscheiben, 2 Eier nach Wunsch, Marmelade, schwarzer Tee - nirgendswo gabs was anderes) ging es erstmal ins Museum.
Es ist natürlich nicht immer einfach einem indischen Rikshafahrer (die komischerweise in Delhi unglaublich schlecht bzw. gar nicht Englisch gesprochen haben) in so einer großen Stadt klar zu machen, wo man hin will. Und wenn dann noch die Straßen wegen einem Marathon gesperrt sind wirds richtig kompliziert. Deswegen sind wir dann den restlichen Weg zum National Museum gelaufen. Und das war dann richtig entspannt, weil wir das erste Mal überhaupt durch nicht befahrene (und v.a. ohne Gehupe) Straßen laufen konnten, ohne dabei Gefahr zu laufen überfahren zu werden. Toll! Das haben viele indische Familien dann auch so gesehen und haben dies zu einem Familien-Tages-Ausflug gemacht.
Im National Museum konnte man sich dann verschiedene Exponate der indischen Geschichte anschauen - von Münzen, über Kleidungsstücke bis hin zu Statuen. Trotz allem machte das doch sehr große Museum eher einen schlechten Eindruck was die Bausubstanz anbelangt.
Im Buddha-Abschnitt sind wir dann auf eine japanische Reisetruppe inklusive weiblichen buddhistischen Mönchen gestoßen, die vor einem kleinen goldenen Tempel eine Gebetszeremonie mit Gesang und im-Kreis-Laufen abgehalten hat. War sehr putzig dem zu zuschauen.
Eigentlich wollten wir dann noch im Museums-Café was Essen, aber das war dann so schäbig, dass wir es sein lassen haben.
Anschließend ging es dann zurück zum Connaught-Place, wo wir im legendären "Wenger's" (seit 1926) kleine Küchlein (Brownie, Butterscotch-Törtchen und Feigentörtchen) gegessen haben. Der Bestell- und Bezahlungsprozess ist zwar relativ kompliziert, aber gelohnt hat es sich trotzdem.
Und weil der Mango-Shake vom Vortag bei Kon keine Spuren hinterlassen hat sind wir da auch noch mal hin und haben uns diesmal einen Ananas- und einen Erdbeer-Shake gegönnt.
Nachmittags ging es dann erst zur Jama Masjid - Indiens größter Moschee. Hier sind wir an die Grenze unserer Geduld gelangt. Mittlerweile ist uns ja klar, dass wir man nur barfuß in Moscheen darf. Und wir wissen auch, dass wir nicht allzu freizügig rumrennen sollen. Nachdem wir also unsere Schuhe ausgezogen haben wollten wir in die Moschee rein. Sofort wurden wir von Wärtern zurückgehalten, weil wir doch bitte unsere Kameras zahlen sollten - es sind letztendlich nur 200 Rs. pro Kamera gewesen (ca. 3€), aber die Art und Weise, wie wir behandelt wurden hat uns dann doch den Rest gegeben. Es war unfair zu sehen, dass keine Inder angehalten wurden (da man eigentlich für Handys auch noch zahlen sollte, weil der Inder an sich keine Kamera hat, sondern alles mit seinem Handy fotografiert), sondern nur die weißen Touristen. Und das dann auch noch sehr grob und unfreundlich. Nach langem diskutieren sind Viki und ich am Eingang zurückgeblieben und Kon hat sich den Innenhof der Moschee kurz angeschaut. Da es aber noch weitere Eingänge gab, wollten wir es dort (nach dem Verstecken unserer Kameras) nochmal versuchen. Die Inder waren hier zwar freundlicher, letztendlich gab es aber die gleichen Probleme. Obwohl sie unsere Kameras nicht gesehen hatten, verlangten sie pro Person 200 Rs. von uns. Und wir Mädels sollten dann auch noch hässlichen Kutten anziehen, da wir denen viel zu freizügig rumgelaufen sind (wir hatten beide lange Hosen und T-Shirts an - absolut unverständlich). Nachdem ich mir dann aber ein Tuch über die Schultern geworfen habe, durfte ich dann doch noch rein und musste nicht mal was für die Kamera zahlen. Aus lauter Wut (Viki musste dann nämlich unverständlicherweise zurückbleiben) habe ich dann auch keine Bilder gemacht und wir sind dann auch relativ schnell wieder raus (nachdem wir dann drinnen festgestellt haben, dass natürlich alle Indern mit Tshirts und Ausschnitt rumrennen durften, nur die Touristen mussten diese Kutten anziehen).
Von daher habe ich von der Moschee an sich nicht viel mitbekommen, da ich ich unglaublich wütend war und mich die neugierigen Blicke der Inder noch mehr als sonst angekotzt haben...
Danach sind wir total gefrustet Richtung Red Fort gelaufen.
Nach ewigen hin und her, weil wir den Eingang nicht gefunden haben (andere Touristen, die wir gefragt haben, auch nicht ;)) sind wir dann endlich am Red Fort Delhi angekommen. Ja, es gibt zwei Red Fort's - eins in Agra und eins in Delhi. Agra war der ursprüngliche Regierungssitz von Mogul Shah Janan (der Erbauer vom Taj Mahal, der später ins rote Fort von Agra verbannt wurde). Nach der Gründung der neuen Hauptstadt Shahjahanabad (die heutige Altstadt Delhi) wurde dann auch in dieser Stadt ein Red Fort als neuer Regierungssitz erbaut.
Das sehr weitläufige Fort mit einer 12km langen Festungsmauer wird heute noch für die alljährliche Ansprache des indischen Premierministers zum Unabhängigkeitstag genutzt.
Ansonsten sind nicht mehr viele Gebäude erhalten - teilweise von Bürgerkriegen ausgelaugt, aber auch durch die Zerstörung durch britische Besatzer.
Das Haupttor "Lahore Gate" heißt so, weil es in Richtung der pakistanischen Stadt Lahore zeigt. Nach einem Gang durch einen überdachten Basar gelangt man ins Innere des Forts. Dort befinden sich u.a. der Diwan-i-Am (Empfangshalle), kleinere Paläste und eine Moschee.
Da Abends immer eine laut Reiseführer sehr empfehlenswerte Sound & Light Show läuft haben wir uns dafür noch gleich Karten gekauft.
Um die Zeit bis zur Sound & Light Show zu überbrücken haben wir ein naheliegendes Restaurant aufgesucht, was letztendlich noch nicht offen hatte, sodass wir ein neues suchen mussten. Gelandet sind wir dann wieder einmal in einem vegetarischem indischen Restaurant, wo wir Thalis mit Naan gegessen haben.
Die Sound & Light Show war dann letztendlich nicht so spektakulär, weil es ungefähr drei Special Effects gab, die dann immer wieder wiederholt wurden. Die Geschichte des Forts, die dazu erzählt wurde, war dann aber ganz interessant.
3. Tag
An unserem letzten Tag in Delhi wollten wir eigentlich den berühmten Basar Chandni Chowk (Mondlichtplatz) besuchen. Da aber kein Rikshafahrer bereit war uns dahin zufahren (weil es Montags wohl immer besonders voll war) haben wir uns entschlossen durch die Straße Main Bazaar im bei Backpackern beliebten Viertel Pahar Ganj zu laufen. Dort sind wir dann tatsächlich auf unglaublich viele westliche Touristen gestoßen, was sonst ja eher die Seltenheit ist. Die Läden waren dann aber nicht so speziell, weil alles auf Tourismus ausgerichtet war - viele billige Klamotten, Schmuck und Holzfiguren.
Anschließend ging es dann zum Humayun's Tomb, einem riesen Mogul-Grabmal aus dem 16. Jahrhundert. Der Baustil ist eine Mischung aus persischer (z.B. geometrisch angelegte Gärten und Wasserkanäle etc.) und indischer Baukunst (z.B. die Mischung aus rotem Sandstein mit weißem Marmor). In den Gärten haben wir auch eine Weile verbracht um uns einfach von dem lauten stressigen Alltag Delhis zu erholen.
Abends waren wir dann nochmal auf der Main Bazaar im Metropolis Essen. Für Kon gabs irgendwas mit Schaf, was für mich nach den hier üblichen Klosteinen geschmeckt hat und für uns Mädels gab es sehr süsse Spaghetti Bolognese und Käse-Makkaronis.

1. Tag
Wieder sind wir Zug gefahren. Nur diesmal hat nicht alles so reibungslos geklappt, wie beim ersten Mal. Der Zug hatte Verspätung. Und wir konnten noch nicht richtig einschätzen, wann er denn nun ankommen wird. Die Anzeigetafeln haben den Angaben im Internet widersprochen, sodass wir nur noch warten und hoffen konnten.
Mit einer Stunde Verspätung (insgesamt hatten wir dann ca. 2 Stunden Verspätung) kam der Zug dann doch noch in den Bahnhof gefahren. Diesmal war auch nicht so ein Chaos, wie das letzte Mal, sodass wir relativ schnell im Zug waren.
Das letzte Mal sind wir ja in der Sleeper-Klasse gefahren, diesmal in der 2. Klasse mit Klimaanlage. Und das war richtiger Luxus! Keine durch den Gang rennenden Händler, keine überfüllten Kabinen und somit absolute Ruhe. Das war mal richtig toll!
In Delhi angekommen erwartete uns schon der Fahrer vom Hotel.
Das Hotel selber liegt genau zwischen New Delhi und Old Delhi im Viertel Pahar Ganj - nicht die schönste Gegend, aber uns ist ja nix passiert ;)
Die Zimmer waren soweit in Ordnung, wobei Viki dann doch nochmal das Zimmer wechseln musste, da es bei ihr doch etwas sehr auffällig nach Schimmel gerochen hatte... Ihr neues Zimmer hatte dafür ein Fenster mit Tageslicht, was Konrad und ich leider nicht hatten. Aber für drei Nächte ging es schon...
Weil wir noch etwas Zeit hatten sind wir direkt zum India Gate (nicht zu verwechseln mit dem Gate of India in Mumbai, wie der Rikshafahrer uns erzählt hat) gefahren. Dieser 42m hohe Triumphbogen zu Ehren der indischen Gefallen in diversen Kriegen (u.a. erster Weltkrieg) steht am Ende des sogenannten Rajpath (Königsweg).
| wenn's mal so wäre... |
Das Gate ist schon sehr beeindruckend, mehr aber auch nicht. Da wir wieder von einigen Indern belagert wurden, die unbedingt Fotos mit uns machen wollten, und auch die Bettler und Verkäufer sehr genervt haben sind wir auch nicht lange geblieben.
Danach ging es mit der Riksha weiter zum Connaught-Place (benannt nach dem Onkel vom englischen König Georg V.) - ein riesiger Platz mit einem inneren und äußeren Ring, wo man einige bekannte und unbekannte Geschäfte, Banken und Restaurants finden kann.
Auch hier wurden wir natürlich nicht von den "freundlichen" Indern verschont, die sich brennend für die eigene Herkunft etc. interessierten, einem letztendlich doch nur zu einem Markt lotsen wollten.
Konrad hat dann noch die Gefahr sich einen Durchfall einzufangen in Kauf genommen und einen Mango-Milkshake vom Straßenverkauf probiert. Da in diesem kleinen Laden allerdings unglaublich viele Inder sich auch Essen und Milkshakes gekauft haben konnten wir eigentlich davon ausgehen, dass da nicht viel passieren wird (geheime goldene Regel!).
Nachdem wir noch kurz (wiedereinmal) einen Handyladen besuchen mussten (weil die Prepaid-Simkarten gesperrt werden sollten) sind wir ins Nizam's Kathi Kabab Essen gegangen. Dort gabs dann seit langem mal wieder Fleisch ;), zwar war alles sehr fettig, aber doch ganz lecker. Mit am Tisch saßen zwei Kanadierinnen, die sehr nett und unterhaltsam waren (v.a. ihr persönlicher Fahrer war eine absolute Quasselstrippe).
Um den Abend noch abzurunden (und weil Kon Bock auf Bier hatte) sind wir noch in eine Bar gegangen - in das @Live. Dies war überraschender Weise doch sehr modern und es gab dann im Laufe des Abends sogar noch Livemusik von einer malaysischen Band, die alte Klassiker, wie z.B. die Beatles (teilweise auch auf Zuruf), gespielt haben... Die Inder fanden das ja ganz großes Kino.
Da gerade Hochzeitssaison in Indien ist, konnten wir (nachdem wir es schon kurz in Agra erlebt haben) auch hier wieder "teilhaben" an dem Krach und Lärm in dem Gässchen direkt neben unserem Hotel.
Eigentlich wollten wir uns das Spektakel nur kurz anschauen, da mir aber direkt der Sohn von dem Vater der Braut angeboten wurde (kein 12 Jahre alt) und dann auch noch Hitler-Andeutungen kamen haben wir uns schnell verdrückt.
2. Tag
Nach dem üblichen Frühstück (2 Toastscheiben, 2 Eier nach Wunsch, Marmelade, schwarzer Tee - nirgendswo gabs was anderes) ging es erstmal ins Museum.
| Schnittchen wurden schon fein geschmiert... |
| indische Art und Weise kaputte Stromkabel zu flicken (die dann noch überm Wasser hängen)... |
| Rajpath (Königsweg) |
Im Buddha-Abschnitt sind wir dann auf eine japanische Reisetruppe inklusive weiblichen buddhistischen Mönchen gestoßen, die vor einem kleinen goldenen Tempel eine Gebetszeremonie mit Gesang und im-Kreis-Laufen abgehalten hat. War sehr putzig dem zu zuschauen.
Eigentlich wollten wir dann noch im Museums-Café was Essen, aber das war dann so schäbig, dass wir es sein lassen haben.
Anschließend ging es dann zurück zum Connaught-Place, wo wir im legendären "Wenger's" (seit 1926) kleine Küchlein (Brownie, Butterscotch-Törtchen und Feigentörtchen) gegessen haben. Der Bestell- und Bezahlungsprozess ist zwar relativ kompliziert, aber gelohnt hat es sich trotzdem.
Und weil der Mango-Shake vom Vortag bei Kon keine Spuren hinterlassen hat sind wir da auch noch mal hin und haben uns diesmal einen Ananas- und einen Erdbeer-Shake gegönnt.
Nachmittags ging es dann erst zur Jama Masjid - Indiens größter Moschee. Hier sind wir an die Grenze unserer Geduld gelangt. Mittlerweile ist uns ja klar, dass wir man nur barfuß in Moscheen darf. Und wir wissen auch, dass wir nicht allzu freizügig rumrennen sollen. Nachdem wir also unsere Schuhe ausgezogen haben wollten wir in die Moschee rein. Sofort wurden wir von Wärtern zurückgehalten, weil wir doch bitte unsere Kameras zahlen sollten - es sind letztendlich nur 200 Rs. pro Kamera gewesen (ca. 3€), aber die Art und Weise, wie wir behandelt wurden hat uns dann doch den Rest gegeben. Es war unfair zu sehen, dass keine Inder angehalten wurden (da man eigentlich für Handys auch noch zahlen sollte, weil der Inder an sich keine Kamera hat, sondern alles mit seinem Handy fotografiert), sondern nur die weißen Touristen. Und das dann auch noch sehr grob und unfreundlich. Nach langem diskutieren sind Viki und ich am Eingang zurückgeblieben und Kon hat sich den Innenhof der Moschee kurz angeschaut. Da es aber noch weitere Eingänge gab, wollten wir es dort (nach dem Verstecken unserer Kameras) nochmal versuchen. Die Inder waren hier zwar freundlicher, letztendlich gab es aber die gleichen Probleme. Obwohl sie unsere Kameras nicht gesehen hatten, verlangten sie pro Person 200 Rs. von uns. Und wir Mädels sollten dann auch noch hässlichen Kutten anziehen, da wir denen viel zu freizügig rumgelaufen sind (wir hatten beide lange Hosen und T-Shirts an - absolut unverständlich). Nachdem ich mir dann aber ein Tuch über die Schultern geworfen habe, durfte ich dann doch noch rein und musste nicht mal was für die Kamera zahlen. Aus lauter Wut (Viki musste dann nämlich unverständlicherweise zurückbleiben) habe ich dann auch keine Bilder gemacht und wir sind dann auch relativ schnell wieder raus (nachdem wir dann drinnen festgestellt haben, dass natürlich alle Indern mit Tshirts und Ausschnitt rumrennen durften, nur die Touristen mussten diese Kutten anziehen).
Von daher habe ich von der Moschee an sich nicht viel mitbekommen, da ich ich unglaublich wütend war und mich die neugierigen Blicke der Inder noch mehr als sonst angekotzt haben...
Danach sind wir total gefrustet Richtung Red Fort gelaufen.
Nach ewigen hin und her, weil wir den Eingang nicht gefunden haben (andere Touristen, die wir gefragt haben, auch nicht ;)) sind wir dann endlich am Red Fort Delhi angekommen. Ja, es gibt zwei Red Fort's - eins in Agra und eins in Delhi. Agra war der ursprüngliche Regierungssitz von Mogul Shah Janan (der Erbauer vom Taj Mahal, der später ins rote Fort von Agra verbannt wurde). Nach der Gründung der neuen Hauptstadt Shahjahanabad (die heutige Altstadt Delhi) wurde dann auch in dieser Stadt ein Red Fort als neuer Regierungssitz erbaut.
| and again: Größenunterschied ^^ |
Das sehr weitläufige Fort mit einer 12km langen Festungsmauer wird heute noch für die alljährliche Ansprache des indischen Premierministers zum Unabhängigkeitstag genutzt.
Ansonsten sind nicht mehr viele Gebäude erhalten - teilweise von Bürgerkriegen ausgelaugt, aber auch durch die Zerstörung durch britische Besatzer.
Das Haupttor "Lahore Gate" heißt so, weil es in Richtung der pakistanischen Stadt Lahore zeigt. Nach einem Gang durch einen überdachten Basar gelangt man ins Innere des Forts. Dort befinden sich u.a. der Diwan-i-Am (Empfangshalle), kleinere Paläste und eine Moschee.
Da Abends immer eine laut Reiseführer sehr empfehlenswerte Sound & Light Show läuft haben wir uns dafür noch gleich Karten gekauft.
Um die Zeit bis zur Sound & Light Show zu überbrücken haben wir ein naheliegendes Restaurant aufgesucht, was letztendlich noch nicht offen hatte, sodass wir ein neues suchen mussten. Gelandet sind wir dann wieder einmal in einem vegetarischem indischen Restaurant, wo wir Thalis mit Naan gegessen haben.
Die Sound & Light Show war dann letztendlich nicht so spektakulär, weil es ungefähr drei Special Effects gab, die dann immer wieder wiederholt wurden. Die Geschichte des Forts, die dazu erzählt wurde, war dann aber ganz interessant.
3. Tag
An unserem letzten Tag in Delhi wollten wir eigentlich den berühmten Basar Chandni Chowk (Mondlichtplatz) besuchen. Da aber kein Rikshafahrer bereit war uns dahin zufahren (weil es Montags wohl immer besonders voll war) haben wir uns entschlossen durch die Straße Main Bazaar im bei Backpackern beliebten Viertel Pahar Ganj zu laufen. Dort sind wir dann tatsächlich auf unglaublich viele westliche Touristen gestoßen, was sonst ja eher die Seltenheit ist. Die Läden waren dann aber nicht so speziell, weil alles auf Tourismus ausgerichtet war - viele billige Klamotten, Schmuck und Holzfiguren.
Anschließend ging es dann zum Humayun's Tomb, einem riesen Mogul-Grabmal aus dem 16. Jahrhundert. Der Baustil ist eine Mischung aus persischer (z.B. geometrisch angelegte Gärten und Wasserkanäle etc.) und indischer Baukunst (z.B. die Mischung aus rotem Sandstein mit weißem Marmor). In den Gärten haben wir auch eine Weile verbracht um uns einfach von dem lauten stressigen Alltag Delhis zu erholen.
Abends waren wir dann nochmal auf der Main Bazaar im Metropolis Essen. Für Kon gabs irgendwas mit Schaf, was für mich nach den hier üblichen Klosteinen geschmeckt hat und für uns Mädels gab es sehr süsse Spaghetti Bolognese und Käse-Makkaronis.
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