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6. März 2012

AUROVILLE (06.03.2012)

Nachdem uns schon soviele Leute hier in Indien darauf angesprochen haben, ob wir denn schon in Auroville waren, sind wir heute da hingefahren. Noch nicht ahnend, was auf uns zukommt, haben wir uns eine Riksha geschnappt (mit Fahrer natürlich) und sind da hingedüst.
Der Weg dahin war dann doch länger als gedacht, da gerade das spirituelle Zentrum doch sehr abgeschieden mitten in der indischen Pampa liegt.

Hier nun erstmal eine kurze Erläuterung der Idee, die hinter Auroville steht:

Begründer der Idee ist Sri Aurobindo und Mira Alfassa (The Mother). Gemeinsam haben sie, basierend auf der Gesellschaftstheorie von Sri Aurobindo, das Konzept einer universellen Stadt erstellt, in der jeder leben kann, egal welcher Abstammung, welcher Hautfarbe, welcher Nation er ist.
Grundsteinlegung war am 28.02.1968, wo sich Vertreter von 124 Nationen und 23 indische Staaten versammelt haben. Jede Nation brachte Erde aus ihren Heimatländern, die in einer weißen Urne gesammelt wurde und heute im Zentrum des Versammlungsplatzes neben dem Matrimandir steht.

The Charter of Auroville besagt folgendes:
  1. Auroville gehört niemanden im besonderen. Auroville gehört der ganzen Menschheit. Aber um Auroville zu leben, muss man bereit sein, dem Göttlichen Bewusstsein zu dienen.
  2. Auroville wird der Ort einer Erziehung ohne Ende, ständigen Fortschritts und einer Jugend sein, die niemals altert.
  3. Auroville möchte die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft sein. Durch die Nutzung aller äußeren und inneren Entdeckungen wird Auroville zukünftigen Verwirklichungen kühn entgegenschreiten.
  4. Auroville wird der Platz materieller und spiritueller Forschung für eine lebendige Verkörperung einer wirklichen menschlichen Einheit sein.
Zur Zeit wohnen ca. 2000 Menschen verstreut über ca. 100 Siedlungen im Gebiet Auroville.
Die Zukunftsvision der Stadt Auroville sieht wie folgt aus: 50.000 Menschen sollen in Häusern, die sich spiralförmig um das Zentrum (das Matrimandir) anordnen, leben.


Modell des Matrimandir
Die Stadt soll sich in vier Bezirke unterteilen: Kultur, Internationalität, Industrie und Wohnen. Das Matrimandir (Tempel der Mutter) liegt in einer riesigen eigens dafür geschaffenen Gartenanlage. Im Inneren befindet sich ein Kristall, der einstrahlendes Sonnenlicht bündelt und damit das ganze Innere erleuchtet (da es keine Fenster gibt). Nur ausgewählte Menschen (also keine Touristen) dürfen das Matrimandir besuchen, um dort zu Meditieren
Wenn man bedenkt, dass alleine für den Bau des Matrimandir fast 40 Jahre gebraucht wurden (1971 Baubeginn, 2008 Fertigstellung) , kann man sich ja vorstellen, wie lange es dauern wird, bis die Stadt erbaut wird...

Los ging unsere spirituelle Tour am Besucherzentrum.


In einem Informationsgebäude wurde man gebeten sich ein Video anzuschauen, welches einen über die Idee Aurovilles aufklärt, anzuschauen, bevor man irgendwelche Fragen stellt bzw. den Pass für die Besichtigung des Matrimandirs verlangt. Also: gesagt, getan! Wir uns das Video angeschaut... Naja, einerseits ist der Grundgedanke nicht schlecht, aber andererseits auch ein bisschen Utopie. Ein bisschen zu viel Utopie... Ob das jemals fertig wird ist fraglich...
Nachdem wir uns brav das Video angeschaut haben, haben wir auch den Pass für den Zutritt zum Garten des Matrimandirs erhalten.




Nach 1 km Fussmarsch durch die bisher schönste Botanik Indiens standen wir vor der goldenen Kugel - zusammen mit einer französischen Reisegruppe mit ihrem Guru...

Banyan-Baum mit Luftwurzeln, die dann mit dem Boden verwurzeln


Es ist schon sehr beeindruckend und auch der Garten war sehr schön. Aber so richtig warm werden konnten wir mit der Idee nicht. Wir hatten dafür unseren Spass auf unserem ganz persönlichen Erleuchtungstrip...


Versammlungsplatz mit der weißen Urne

wir und die französische Reisegruppe


unser Lieblingsbaum hier in Indien!


Zurück im Besucherzentrum waren wir ein bisschen Shoppen und haben dadurch unsere eigene Mitte und Erleuchtung gefunden und konnten dann zufrieden und entspannt wieder zurück zum Gästehaus fahren. :)




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