Mit dem Nachtzug hat alles super geklappt. Keine fliegenden Händler, nur abends und morgens gabs Hühnersuppe. Wir konnten sogar erstaunlich gut schlafen. Gegen neun sind wir mit einer Stunde Verspätung in Hue angekommen. Schon unterwegs hatte es immer mal wieder geregnet. Mit dem Taxi ging es dann zum Hotel. TukTuks gibts hier leider gar nicht. Nur Fahrrad-Rikschas oder Xe Om (hinten auf dem Motorrad mitfahren). Im Hotel hat man uns erst mal ein Zimmer-Upgrade angeboten, da unser eigentlich gebuchtes Zimmer kein Fenster hat und die anderen mit Fenster (natürlich) schon ausgebucht waren. Weil das andere Zimmer deutlich schöner war und letztendlich nur 3$ mehr kosten sollte, haben wir das dann genommen. Da wir noch kein Frühstück hatten, haben wir uns ein kleines Cafe in der Nähe rausgesucht. Also die Straße runtergelaufen und das Cafe gesucht. Nur irgendwie konnten wir es nicht recht finden. Also wieder zurück, um dann festzustellen, dass es gleich neben unserem Hotel war (auf den Reiseführer kann man sich auch nicht mehr verlassen... Tztz).
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| Eingang zur Zitadelle |
Mit vollem Magen konnte das Sightseeing also beginnen. Auf gings zur Zitadelle. Hue ist ja die historische Hauptstadt von Vietnam (bis 1945) und der Sitz der letzten Kaiser. Die Stadt selber liegt an dem sogenannten Parfümfluss. Der Fluss heißt so aufgrund bestimmter Bäume (den Namen konnten wir bisher noch nicht rausfinden), welche am Flussufer stehen bzw. deren Blüten ins Wasser fallen. Am nördlichen Ufer befindet sich die Zitadelle. Durch diverse Kriege und Zerfall besteht heutzutage nur noch ein kleiner Teil der ehemals riesigen Anlage. Gerade zu Zeiten des Vietnamkrieges und der erbitterte Kampf der Vietcongs gegen amerikanische Spezialeinheiten führten zu erheblicher Zerstörung der alten Stadt. Heute haben sich vor allem Wohnungen und Geschäfte in die ehemalige Kaiserstadt integriert.
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| Teich im Innenhof |
Zu besichtigen ist heutzutage noch der zentrale Teil der Anlage, d.h. die purpurne verbotene Stadt, in der sich ausschließlich der Kaiser, seine Konkubinen, sowie seine Familie aufhielten, sowie Hallen für offizielle Zeremonien. Restaurationsarbeiten waren an jeder Ecke zugange, wobei das in Asien ja eher 5 Minuten arbeiten und dann wieder Nickerchen oder Pläuschen halten heißt...
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| da hatten wir noch gute Laune... |
Noch vor unserer Zitadellen-Besichtigung viel uns auf, dass Konrads Kamera nicht mehr wirklich funktioniert. Auslöseknopf und Display funktionierten nicht mehr. Nach kurzem Rumwackeln und Rumwurschteln ging aber wieder alles gut. Als wir aber aus der Zitadelle wieder rausgekommen sind hat die Kamera völlig ihren Geist aufgegeben :(
Da es schon den ganzen Tag geregnet hat, wir total durchnässte Schuhe hatten, war die Stimmung also richtig im Keller. Unmotiviert sind wir noch durch die Stadt gedackelt, auf der Suche nach einem Cafe, wo wir den Regenschauer abwarten wollten. Unterwegs haben wir noch einen Canon-Store gefunden, wo uns der Werkstattmeister auch nicht wirklich verstanden hat und letztendlich auch keine Ahnung hatte, was er machen sollte. In einem anderen Laden hieß es dann nur, der Kamera-Body sei kaputt (das wussten wir ja auch schon) und wir sollen ihm die Kamera doch für umgerechnet 50 € zur Reparatur hinterlassen. Aber wo das Problem liegt konnte er uns auch nicht sagen. Letztendlich sind wir völlig frustriert im Cafe "Stop & Go" gelandet, wo Konrad leckeren Kaffee getrunken hat und wir uns vor lauter Frust durch die Menükarte gefressen haben. Zu was anderem waren wir an diesem Tag auch nicht mehr fähig. Es gab typisches Essen aus der Region von Hue, u.a. Banh khoai (knuspriger Pfannkuchen aus Ei und Reismehl, gefüllt mit Shrimps, Schweinefleisch und Sprossen, dazu Erdnuss-Sesam-Soße). Außerdem gabs noch ein Stück von der Geburtstagstorte einer Kellnerin. Sah aus wie 16, wurde aber 22. Abends waren wir dann noch im "Golden Rice", wo wir uns wieder durch die regionale Küche gefuttert haben. Es gab u.a. Banh Nam (Reiskuchen mit Shrimps in Bananenblatt gekocht), sowie zum Dessert Lotus-Samen-Suppe. Schmeckte alles sehr interessant, aber würde ich mir ich glaube nicht nochmal bestellen.
Hue is a hoe?
AntwortenLöschenSozusagen... Aber eigentlich nur der bloede Regen...
LöschenDieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
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