Abends waren wir, der Bequemlichkeit wegen, in unserem Hotel essen, was wir dann direkt bitter bereut haben: Nirgends haben wir so mies gegessen...
Gegen 17.30 Uhr wurden wir von einem lange-Beine-unfreundlichen Shuttlebus abgeholt und zum Sleeper-Bus gefahren. Wir hatten Glück und konnten Plätze in der oberen Reihe erwischen - die haben nämlich die besten Chancen, was von der Klimaanlage abzubekommen. Auch wenn die Schlafplätze tausend mal besser sind als 18 Stunden lang auf nem Bussitz zu sitzen, unbequem wirds mit der Zeit doch. Für die Füße hat man einen kleinen Hohlraum unter dem Sitz vom Vordermann. Wenn man lange Beine hat ist der Aktionsradius dadurch doch sehr eingeschränkt. Die winzigen Vietnamesen passen da der Länge nach super rein, ohne einmal die Hinterwand zu berühren, während wir schon zweimal die Beine gefaltet haben.
Mit Schlafen war da leider nicht viel, zumal u.a. eine Reisetruppe an Asiern (Chinesen, Koreaner?!) mit uns gereist ist, und zwei männliche Spezien den Schnarch-Wettbewerb bei weitem gewonnen hätten. Ganze Arien wurden da nachts vertont. Während Konrad ganz gut schlafen konnte und fast durchgeratzt hat, habe ich natürlich den Klängen der zwei einsamen Wale gelauscht. Ein weiterer Vorteil des oben-Schlafens ist, dass man nachts nicht zwischen einheimischen Zugestiegenen schlafen muss. Die legen sich dann nämlich auf eine Matte in den Gang. Und gerade neben der kleinen, fast zahnlosen teils verwirrten Wurzelfrau, die unter uns im Gang gelegen hat, hätt ich nicht liegen wollen. Aber weil so eine Nacht-Busfahrt nicht schon schön genug ist, wurden wir früh halb sechs (ich war da gerade vor einer halben Stunde das erste Mal richtig tief fest eingeschlafen!!!) lautstark und schonungslos mit Modern Talkings "You're my Heart, you' re my Soul" (Ohrwurm für die weitere Busfahrt ist also vorprogrammiert) aufgeweckt. Weiter gings mit "You can win if You want" und weiteren Klassikern der Bohlschen Musikgeschichte. Entkommen konnten wir ja dem Ganzen leider nicht, sodass wir auf Gnade des Busfahrers hofften, und zum Glück hatte er es dann auch irgendwann gerafft, dass er damit keine Punkte bei uns landen konnte.
Gegen 6 Uhr früh sind wir dann in Nha Trang, unserer Zwischenstation, angekommen. Dort mussten wir in einen anderen Bus umsteigen, der 8.15 Uhr dann endlich weiterfuhr. Gefrühstückt haben wir in einem kleinen Straßencafe, die mit dem Busreisenden-Ansturm ziemlich überfordert waren. Wir haben bestimmt eine Stunde auf unserer Essen gewartet. Dafür wars aber lecker und saubillig (endlich mal kein Rührerei, sondern leckere Bananen-Pancakes).
Der nächste Bus war wieder ein Sleeperbus. Auch diesmal hatten wir Glück und konnten ganz vorne oben zwei Plätze nebeneinander erwischen.
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| Lieber mal anschnallen. Wobei man da schon erfinderisch sein muss... |
Gegen 13 Uhr sind wir dann endlich in Mui Ne angekommen. Die ganze Fahrt über hatten wir super Sonnenschein, sodass wir uns schon richtig auf unsere Strandtage gefreut haben. Kaum im Hotel angekommen, haben wir gleich unsere Badeklamotten angezogen und wollten ans Meer (hoteleigener Strand - so praktisch! ). Und kaum machen wir die Tür auf REGNETS X(...
Also erstmal Mittagessen und durch den Ort schlendern (absolut bedeutungslos, hässlich und nicht lohnenswert). Abends hatten wir dann doch noch Glück und konnten bei schönstem Sonnenuntergang (hier ja schon so gegen halb sechs) doch nochmal baden gehen.
Super waren dann auch die Burger bei Phat, der laut Reiseführer besten Burgerbraterei Vietnams. Da gabs Leckereien wie den Phatarella mit Cashewkern-Pesto und Mozarella und gute Pommes und riesige Milchshakes. Muss auch mal sein...




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